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Keine Abschussbewilligung
16. September 2011 15:23; Akt: 16.09.2011 15:34 Print
Walliser Wolf darf nicht geschossen werden
80 Schafe hat ein Wolf in den vergangenen Wochen im Wallis gerissen. Trotzdem darf das Tier nicht geschossen werden - weil «die Kriterien gemäss Konzept Wolf» nicht erfüllt seien.
Die Walliser Regierung erteilt keine Abschussbewilligung für den im Wallis aktiven Wolf. Dies teilte sie am Freitag in einem Communiqué mit. Damit reagierte die Regierung auf dringliche Vorstösse aus dem Kantonsparlament.
Infografik Der Wolf in der SchweizDer besagte Wolf hatte in den vergangenen Wochen insgesamt 80 Schafe gerissen - vor allem im Obergoms, im Binntal und im Lötschental. Trotzdem dürfe das Tier nicht geschossen werden, da die «Kriterien gemäss geltendem Recht und dem Konzept Wolf» nicht alle erfüllt seien, heisst es weiter.
Viehherden waren nicht genügend geschützt
Denn laut der für die Beurteilung der Situation zuständigen interkantonalen Kommission waren die angegriffenen Viehherden mehrheitlich nicht genügend vor Wolfsattacken geschützt.
Vertreter der Oberwalliser CVP hatten am Freitagmorgen im Kantonsparlament zwei dringliche Vorstösse eingereicht, in denen sie forderten, dass die Regierung die Abschusskriterien für Wölfe herabsetzen soll.
In ihrem Communiqué betonte die Regierung zwar, dass sie die Abschussbewilligung nicht erteilen kann, doch wird deutlich, dass auch sie sich weniger strenge Kriterien wünscht. Sie wolle die Situation nun klären, schreibt die Regierung.
(sda)
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Alle 156 Kommentare

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Wo sind wir denn?
Natürlich muss ein Wolf abgeschossen werden wenn er gefährlich ist. Wenn nicht mit dem Segen der Regierung, dann mit der Vernunft. Das wird am Schluss auch passieren und stillschweigend durchgelassen. Oder müssen erst noch (Schul-)Kinder vom bösen Wolf angefallen oder gar getötet werden?
Ui - Hilfe der Wolf geht um
Lieber W. Seibold Wieso ist der Wolf gefährlich? Weil er Schafe gerissen hat? Es kommen jährlich viel mehr Nutztiere durch Unwetter zu schaden, als durch einen Wolf. Wem tut denn der Wolf was? Die Kinder sollten besser vor dem Verkehr geschützt werden als vor dem Wolf in den Bergen.
Lernen mit der Natur zu Leben
Zum Glück ist der Wolf und der Bär zurück in der Schweiz. Das zeigt doch, dass es ihnen bei uns gefällt. Diese schönen Tiere müssen auch essen. Das ab und zu ein Schaf auf der Speisekarte steht, kann der Bauer verschmerzen. Die Versicherung zahlt einiges mehr als er vom Metzger bekommt. So ist beiden gedient. Das Raubtier hat den Hunger gestillt und der Bauer kräftig Kasse gemacht. Er wird zudem für seine Unvorsichtigkeit noch belohnt. Im Grunde hat er ja seine Aufsichtspflicht nicht erfüllt. Herden müssen bewacht und behütet werden! Der Mensch soll sich der Natur anpassen und nicht umgekehrt.
Schafwirtschaft
Die Subventionen in der Schafwirtschaft belaufen sich auf ca. 40 Mio/Jahr (Wolfsschutz nicht eingerechnet). Ein Bauer kriegt Fr. 100 pro Jahr und Schaf, wobei die Wolle auf Kosten des Bundes verbrannt wird, da nicht verkaufbar. Im Herbst gibt's dann Fr. 200 vom Metzger. Bei einem Wolfsriss gibt's 2000-3000 bar auf die Kralle. Da erstaunt es nicht, dass die Bauern überhaupt kein Interesse daran haben, ihre Herden zu beschützen und lieber die Entschädigung kassieren. Diese ganze unsinnige Subventionitis ist unserer Agrarlobby zu verdanken und gehört umgehend abgeschafft!!
Merci
Danke für diesen Beitrag. Rettet die Agrarlobby unsere Landwirtschaft wirklich? Rettet die Schweiz vot ihren Rettern.
Per sofort die Subventionen streichen!
Ist das auch wirklich wahr? Wenn ja, wundert es mich absolut gar nicht, dass sich solche Leute hier so schiesswütig u wolfsfeindlich verhalten wie die wilden Tiere. Geldgeilheit geht halt immer noch vor Tierschutz, denn da zahlt man, bei Schafen bekommt man. Wusste ich gar nicht und das empört mich über alle Massen! In andren Ländern gibt es solche Subventionen nicht und dort machen die Schäfer keinen Affen, trotz viel mehr Wölfe!