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21. Juni 2017 17:25; Akt: 30.06.2017 18:42 Print

Daten klauen ist heute so einfach wie noch nie

Vielen ist nicht bewusst, wie einfach ihre Daten gestohlen und missbraucht werden können. Hack-Experte Tim Berghoff hat uns gezeigt, wie Gauner vorgehen – und was man dagegen tun kann.

Kennt die Tricks der Hacker: Tim Berghoff von G-Data in Bochum erklärt, wie die Hacker Sicherheitslücken ausnutzen.
Fehler gesehen?

Mit Hackerangriffen ist es wie mit jedem Unglück. Es passiert immer nur den anderen. Doch das Problem mit der heutigen Cyberkriminalität ist: Man wird durchaus selber Opfer – oft bemerkt man es aber gar nicht. Erst wenn Geld gestohlen, erpresst oder die Privatsphäre missbraucht wurde, setzt man sich mit dem Thema Datensicherheit richtig auseinander.

Die schlechte Nachricht dabei ist: Hacken war nie einfacher als heute. Benutzt werden dafür längst nicht nur fehlerhafte Mails von Apple, Google oder Schweizer Banken, die man auf den ersten Blick als Fake durchschaut. Cyberkriminelle sind cleverer geworden. Die gute Nachricht ist, dass man sich schützen kann. Hier sind die wichtigsten Regeln.

Achtung beim WLAN

Jemand versendet E-Mails vom eigenen Konto? Facebook deckt die Freundesliste mit Spam ein? Der Zugang zum E-Banking ist gesperrt? Das kann passieren, wenn man sich beim falschen WLAN eingeloggt hat. Vor allem im Ausland ist ein öffentlich zugängliches WLAN ein Geschenk des Himmels. Doch Vorsicht: Wenn nicht klar ist, wer das Netz zur Verfügung stellt, sollte man die Finger davon lassen. Denn ein WLAN einzurichten, das Passwörter und private Daten abgreift, ist ein Kinderspiel. Kriminelle mit Zugriff auf persönliche Daten dagegen sind ein Albtraum – und den braucht man weder daheim noch im Ausland.

Geschenke prüfen

Der Computer arbeitet plötzlich langsam? Wichtige Daten sind blockiert oder gar gelöscht? Vielleicht hat man nur ein Geschenk zu viel angenommen. Denn nicht jeder USB-Stick enthält Werbematerial. Ein modifizierter Datenträger kann eine Tastatur simulieren und Befehle senden, die den Download von Malware auslösen. Entsprechend präpariert, ist es für den Stick kein Problem, Daten zu sammeln, sie unbemerkt zu versenden sowie Viren und Trojaner einzuspeisen. Kommt dazu: Ob ein USB-Stick böse ist, kann man nicht erkennen. Deshalb immer nur Datenträger von vertrauenswürdigen Personen und Firmen verwenden.

Ein Klick zu viel

Das Bankkonto zeigt Transaktionen an, die man nie freigegeben hat? Die Kreditkarte bezahlt Dinge, die man nicht bestellt hat? Das kann durchaus die Schuld von Whatsapp sein. Denn mit dem beliebten Nachrichtendienst werden nicht nur Smileys verschickt, sondern auch Links auf sogenannte Phishing Sites. Dabei muss man die Seite gar nicht erst besuchen und sensible Informationen eingeben – schon ein Klick auf den Link genügt, und die Daten geraten in die falschen Hände. Deshalb lieber einmal weniger klicken und sicher sein. Das gilt für Links auf Whatsapp und anderen Messengern genauso wie für SMS und E-Mails.

Freie Sicht, nein danke

Die Privatsphäre sei ein Relikt aus dem letzten Jahrtausend, heisst es oft. Doch viele Frauen, die in den letzten Jahren mit intimen Aufnahmen aus gehackten Kameras erpresst wurden, dürften da dezidiert anderer Meinung sein. Um die Privatsphäre zu schützen, reicht es nicht, seine Sicherheitseinstellungen auf Facebook anzupassen. Vor allem Webcams sind für Hacker ein leichtes Ziel. Wer nicht will, dass Fremde einen ungewollt sehen (und hören) können, schützt seine Webcam per Passwort. Oder macht einen Kleber drauf. Beobachtet zu werden, ist unangenehm; Mobbing und Erpressung sind noch viel schlimmer.

Fazit
WLAN, USB, Links, Webcams – nie war es einfacher, an sensible Daten zu kommen. Tatsächlich gibt es in einer digitalen Welt keinen absoluten Schutz. Doch mit dem Befolgen der hier aufgeführten Regeln öffnet man Cyberkriminellen zumindest nicht Tür und Tor.

(CP/Lü)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bartli am 21.06.2017 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Soll jeder glauben was er will

    Dass WLAN sehr leicht gehackt werden kann ist doch wahrhaft längst bekannt und trotzdem nutzt es die Masse. Und nein, so sicher wie uns immer wieder weissgemacht, ist eben nichts. Hacker sind uns immer voraus. Das wird zukünftig noch ein Heidenspass werden. Nur weiter mit der totalen Digitalisierung.

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  • Berlisch am 21.06.2017 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschen programmieren

    Technik ist eben nicht unbesiegbar

  • Philip am 21.06.2017 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Positive Muggs

    Danke für die Tippe, sehr hilfreich!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • bbthis buECHO -19 am 22.06.2017 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    schischimiau

    jetztt geht mir ein licht auf die Mobiliar und ihr online versicherungs produkt will an den man gebracht werden.! schlechtwerbung

  • Aless. am 22.06.2017 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer sucht der findet

    Ja wer klaut hier wen was?? Ich denke man sollte den Regierungen zuerst auf die Finger schlagen statt den Hackers.

  • Frtz am 22.06.2017 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Aber die Politik...

    ... wil digital abstimmen und wählen. Bravo, gschiidi Chöpf!

  • Boiii-i-i am 22.06.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderspiel?!

    Naja, man muss von der Materie eine Ahnung haben. So einfache geht es heute nicht mehr. Der Schutz wird stetig verbessert. Deswegen gibt es Updates bei Virenschutz apps!! Ein WLAN das Passwortgeschützt ist mit WPA2 Hackt niemand so einfach... Wer auf ein fremdes WLAN zugreifft muss sich nicht Wundern wenn seine Daten geklaut werden!!

    • Romi am 30.06.2017 19:41 Report Diesen Beitrag melden

      Kinderspiel?!

      Hatte früher meine Bankdaten auf dem Computer, aber habe sie schon vor Jahre gelöscht. Bin jetzt vorsichtiger und misstrauischer.

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  • Nobody am 22.06.2017 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Titel:Daten klauen ist heute so einfach wie noch nie. Das kann gar nicht stimmen und tut es auch nicht. Leute, wenn ihr schon über dieses Thema schreibt, dann hört doch endlich auf mit solchen Unwahrheiten. Der Text ist "okay", aber das es EINFACHER geworden ist stimmt nicht. Fragt euch einfach mal, wieso ihr diese Sicherheitspatchs draufknallt. Sicherlich nicht um mehr Schwachstellen zu hinterlassen.

    • Inner Circle am 22.06.2017 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nobody

      Niemand und die Mehrheit der anderen Smartwear Besitzer können es nicht. Diejenigen die es auf die Reihe bringen sind stark gewachsen und es ist wirklich nur ein Kinderspiel, dank Nobody und Konsorten.

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