Obamas Tante im Exil

20. August 2010 15:52; Akt: 20.08.2010 15:57 Print

«Der Fall Onyango ist eine Peinlichkeit»«Der Fall Onyango ist eine Peinlichkeit»

Der in den USA lebenden Tante von US-Präsident Barack Obama hat in ihrem Herkunftsland Kenia laut der Regierung in Nairobi keine politische Verfolgung gedroht.

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Zeituni Onyango (Bild: Keystone)

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Regierungssprecher Alfred Mutua verwahrte sich am Freitag gegen den Eindruck, dass Zeituni Onyango bei einer Abschiebung aus den USA nach Kenia Gefahr gedroht hätte.

«Lügen ist Kenianern, die in anderen Ländern um Asyl ersuchen, zur Gewohnheit geworden,» sagte Mutua. «Wir suchen nicht nach ihr.» Die Regierung habe kein Problem mit Onyango. Der Fall sei eine Peinlichkeit für Kenia und Obama.

Anfang der Woche hatte Einwanderungsrichter Leonard Shapiro erklärt, dass Onyango in ihrem Heimatland nicht sicher gewesen wäre. Gegner der USA aber auch die kenianische Regierung hätten sie zur Zielscheibe machen können. Daher habe er im Mai Onyangos Asylantrag stattgegeben.

Ein erster Asylantrag Onyangos war 2004 abgelehnt worden. Sie sollte daraufhin nach Kenia ausgewiesen werden, lebte aber weiterhin in einer Sozialwohnung in Boston. Im Februar gab es in Boston hinter verschlossenen Türen eine Anhörung zu ihrem zweiten Asylantrag. Der US-Präsident wusste nach eigenen Angaben nicht, dass sich die Halbschwester seines verstorbenen Vaters illegal in den USA aufgehalten hatte. Sie war vor zehn Jahren in die USA eingereist.

(dapd)