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11. März 2007 12:41; Akt: 11.03.2007 12:43 Print
Bush trifft Uribe in Bogotá
Als erster US-Präsident seit einem Vierteljahrhundert ist George W. Bush am Sonntag in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá erwartet worden.
Es ist die dritte Station seiner Lateinamerika-Reise, die ihn bereits nach Brasilien und Uruguay geführt hat. Dort protestierten tausende Menschen gegen die Politik der USA. Auf einer Kundgebung in Buenos Aires bezeichnete der venezolanische Staatschef Hugo Chávez den US-Präsidenten am Freitag als «politische Leiche».
Bush wollte am Sonntag in Bogotá mit dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe zusammentreffen, der als einer seiner engsten Verbündeten in Lateinamerika gilt. In den vergangenen sieben Jahren unterstützten die USA den Kampf gegen die Rebellenbewegung FARC mit rund vier Milliarden Dollar (drei Milliarden Euro). Etwa 20.000 Polizisten und Soldaten waren im Einsatz, um die Innenstadt von Bogotá abzuriegeln. Als letzter US-Präsident hatte Ronald Reagan im Jahr 1982 seinen Fuss in die kolumbianische Hauptstadt gesetzt.
Am Samstag sprach Bush in Uruguay mit dem linksgerichteten Präsidenten Tabaré Vazquez über eine Ausweitung der Handelsbeziehungen. Bush bemühte sich, die Bedeutung Lateinamerikas für die US-Politik zu unterstreichen. Seine Reise sei Ausdruck des Willens zur Zusammenarbeit. In Brasilien hatte Bush darauf verwiesen, dass sich die Entwicklungshilfe für die Region im Laufe seiner Amtszeit auf 1,6 Milliarden Dollar verdoppelt habe.
Derweil kamen in Buenos Aires rund 20 000 Menschen zu einer antiamerikanischen Kundgebung zusammen. Der venezolanische Präsident Chávez kritisierte die US-Politik als imperialistisch. Mit Blick auf die 2009 endende Amtszeit von Bush sagte er, der US-Präsident verströme bereits den «Geruch des politischen Todes».
(dapd)

























