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Israel
28. Januar 2009 12:41; Akt: 28.01.2009 14:15 Print
Grossrabbinat bricht mit dem Vatikan
Die Aufhebung der Exkommunikation des Bischofs Williamson, seines Zeichens ein Holocaustleugner, hat für den Vatikan Konsequenzen: Die höchste religiöse Instanz Israels, das Grossrabbinat, bricht die offiziellen Beziehungen zum Vatikan ab.
Das Grossrabbinat sagte auch ein im März geplantes Treffen mit der Kommission des Heiligen Stuhls für die Beziehungen zu den Juden ab, berichteten italienische Medien am Mittwoch.
Holocaustleugner Williamson(Bild: Reuters/Jens Falk)
In einem Brief an den Präsidenten der Kommission schrieb das Grossrabbinat, dass eine Fortsetzung des Dialogs ohne eine öffentliche Entschuldigung vom Vatikan schwierig sei. Laut italienischen Medien sei der Brief über die israelische Presse an die Öffentlichkeit gelangt.
Die Beziehungen zwischen dem Vatikan und Israel waren im Sommer 2005 auf einem Tiefpunkt angelangt, nachdem die damalige Regierung von Premier Ariel Sharon dem Papst vorgeworfen hatte, nicht israelischer Terroropfer gedacht zu haben. Der Vatikan verwies seinerseits auf israelische Völkerrechtsverstösse in besetzten Gebieten.
Der verstorbene Papst Johannes Paul II. hatte den Bau der israelischen Sperranlage im besetzten Westjordanland kritisiert. Der Heilige Stuhl hat immer wieder eine internationale Garantie für den Schutz der heiligen Stätten in Jerusalem gefordert.
Angesichts weltweiter Entrüstung wegen der Äusserungen Williamsons hat der Vatikan am Dienstag die klare Verurteilung von Antisemitismus und Holocaust durch Benedikt XVI. betont. In einem Radiobeitrag anlässlich des Holocaust-Gedenktages wurde darauf hingewiesen, dass der Papst die unmenschliche und rassistische Ideologie, die zum Holocaust führte, mehrfach deutlich verurteilt habe.
(sda)


























