22. Oktober 2006 09:04; Akt: 22.10.2006 09:16 Print

England: EU-Neulinge unerwünschtEngland: EU-Neulinge unerwünscht

Lange Zeit pflegte Grossbritannien gegenüber osteuropäischen Einwanderern eine Politik der Offenheit. Damit soll Schluss sein. Bulgaren und Rumänen sollen Einreisebeschränkungen auferlegt werden.

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Die Einreise bulgarischer und rumänischer Emigranten soll beschränkt werden, sobald diese Länder Mitglied der Europäischen Union werden, wie es in britischen Presseberichten heisst.

Beim Beitritt acht anderer osteuropäischer Staaten in die EU im Jahr 2004 hatte Grossbritannien neben Schweden und Irland Arbeitern aus diesen Staaten unbeschränkte Einreisemöglichkeiten gewährt.

Mehr als 400 000 seien seitdem ins Land gekommen, teilte die britische Regierung im August mit - weit mehr als erwartet worden war. Die Regierung hatte zuvor mit 5000 bis 13 000 neuen Einwanderern im Jahr gerechnet.

Der «Observer» berichtet am Sonntag, die Pläne von Innenminister John Reid sähen vor, nur zeitlich befristete Arbeitsgenehmigungen für Bulgaren und Rumänen auszugeben. Eine generelle Arbeitserlaubnis solle es nicht geben.

Der «Sunday Times» zufolge sollen nach Reids Plan nur Arbeiter aus Bulgarien und Rumänien mit besonders gefragten Fertigkeiten Arbeitsgenehmigungen erhalten. Dahinter stehe die Absicht, die Einwanderung niedrig qualifizierter Arbeiter zu beenden.

Studien zufolge könnten nach dem EU-Beitritt der beiden Länder zwischen 60000 and 140000 Bulgaren und Rumänen nach Grossbritannien kommen, wie die «Sunday Times» berichtet.

(sda)