G-8-Gipfel

07. Juli 2008 11:02; Akt: 07.07.2008 11:34 Print

Bush will, dass Merkel Atomkraftwerke bautBush will, dass Merkel Atomkraftwerke baut

Im Kampf gegen den Klimawandel drängen die USA auf den Neubau von Atomkraftwerken in grossem Stil und setzen Bundeskanzlerin Angela Merkel damit auf dem G-8-Gipfel in Japan massiv unter Druck.

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«Ein Land, das die Möglichkeit zur verantwortungsvollen Nutzung der Kernenergie hat, steht meiner Ansicht nach auch in der Verantwortung, dies zu tun», sagte der Klimaberater von US-Präsident George W. Bush, James Connaughton, am Montag am Rande des G-8-Gipfels in Toyako vor Journalisten.

Man müsse die Atomkraft nutzen, «wenn man es mit der Reduzierung des Ausstosses von Treibhausgasen ernst meint». Durch die Verringerung der Luftverschmutzung könne ein Ausbau der Kernkraftnutzung auch positive gesundheitliche Effekte haben.

Connaughton rechnete vor, dass die bis 2050 angestrebte Halbierung des CO2-Ausstosses in absoluten Zahlen mehr als 30 Gigatonnen entspreche. Mit 136 neuen Nuklearanlagen könne eine Tonne Ausstoss vermieden werden. Connaughton forderte, die Verringerung von zwei Tonnen über die Kernenergie zu erreichen. Das würde seiner Berechnung zufolge 272 neuen Kraftwerken weltweit entsprechen.

Über Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien alleine könnten die ehrgeizigen Klimaschutzziele nicht erreicht werden, sagte Connaughton. Die Nutzung der Kernenergie sei notwendig, «wenn man wirklichen Fortschritt erreichen will».

(dapd)