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21. Mai 2007 19:42; Akt: 21.05.2007 19:47 Print
Bush will mehr Engagement von Alliierten in Afghanistan
Angesichts der schwierigen Lage in Afghanistan hat US-Präsident George W. Bush die Partnerländer der NATO zu grösserer Einsatzbereitschaft aufgerufen.
Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer am Montag auf seiner Ranch in Texas zeigte sich Bush unzufrieden mit der Weigerung zahlreicher NATO-Länder, Truppen für Kampfeinsätze in Afghanistan bereitzustellen.
Jaap de Hoop Scheffer und George W. Bush.(Bild: Keystone)
Er wolle die Partnerländer «überzeugen, dass sie eine grössere Last übernehmen müssen und dass alle die gleichen Risiken tragen müssen», sagte Bush.
Die meisten Teilnehmer der NATO-Mission in Afghanistan (ISAF) haben den Einsatz ihrer nationalen Kontingente beschränkt - so etwa die deutsche Bundeswehr, die nicht an den Kampfeinsätzen in den Taliban-Hochburgen im Süden des Landes beteiligt ist.
Die dortige Offensive gegen die radikalislamische Miliz wird vor allem von US-Truppen mit britischer und kanadischer Verstärkung getragen. Innerhalb der NATO werben die USA seit längerem dafür, dass sich mehr Länder an dem gefährlichen Einsatz beteiligen.
Kampftaktik der Taliban
Bush und De Hoop Scheffer äusserten bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz Bedauern über die gestiegene Zahl der zivilen afghanischen Opfer. Bush betonte, dass die Kampftaktik der Taliban daran Schuld sei.
«Die Taliban umgeben sich mit unschuldigen Zivilisten», sagte der Präsident. Er trauere mit den afghanischen Familien, die durch die Einsätze unschuldige Angehörige verloren haben. Allein im vergangenen Monat waren bei Lufteinsätzen der NATO in Afghanistan mehr als 70 Zivilisten getötet worden.
(sda)

























