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24. November 2006 10:33; Akt: 11.12.2006 21:39 Print
Der letzte Brief des vergifteten Spions
Das posthum veröffentlichte Schreiben des vergifteten Ex-Spions Alexander Litwinenko ist an Deutlichkeit nicht zu übertreffen. Er macht den Kreml für seinen Tod verantwortlich.
Der frühere russische Agent Alexander Litwinenko hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seinen Tod verantwortlich gemacht. Das geht aus einem posthum veröffentlichten Schreiben Litwinenkos hervor.
Litwinenko gab in dem Brief, den sein Freund und Sprecher Alex Goldfarb am Freitag vor Journalisten in London verlas, Putin die Schuld für den mutmasslichen Giftanschlag, an dessen Folgen er am Donnerstag gestorben war.
Weiter hiess es: «Sie können mich zum Schweigen bringen, aber dieses Schweigen hat einen Preis.» Litwinenko hält in dem Brief zudem fest, dass die Person, die für seinen Zustand verantwortlich sei, gezeigt habe, dass sie «keinen Respekt für das Leben, die Freiheit oder irgendeinen Wert der Zivilisation habe».
Letztes Interview mit der «Times»
Alexander Litwinenko starb um 22.21 Uhr auf der Intensivstation der Londoner Universitätsklinik. Nur wenige Stunden bevor er das Bewusstsein verlor, gab er der britischen «Times» ein Interview.
Darin erklärte der ehemalige Spion, er sei vom Kreml zum Schweigen gebracht worden: «Ich will überleben, nur um es ihnen zu zeigen», erklärte Litwinenko. «Die Bastarde haben mich gekriegt, aber sie werden nicht jeden kriegen.»
Die Familie war am Abend an das Sterbebett auf der Intensivstation geeilt. Das Krankenhaus hatte kurz zuvor mitgeteilt, der Patient habe «nicht mehr lange zu leben».
Reaktion Russlands
Russland bezeichnete den Gifttod Litvinenkos als Tragödie. Es sei nun Aufgabe der britischen Polizei, den Fall aufzuklären, sagte ein russischer Regierungssprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des EU-Russland-Gipfels in Helsinki.
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Alle 11 Kommentare




























irgendwie komisch
ich kenne zwar nicht alle aspekte, aber ich denke nicht das ein ex-agent der zum schweigen gebracht werden soll mit einer Gift-attacke erledigt wird.. Denn: zum SCHWEIGEN haben sie ihn ja genau nicht gebracht..
Der kalte Krieg geht weiter
Erschreckend, was da geschieht. Putin ist gefährlich und hat sich das Vertrauen von Staatsmännern erschlichen. Jeder, der die russische Regierung kritisiert, wird kalt gemacht. Der kalte Krieg geht auch nach der vermeintlichen Öffnung weiter. Unglaublich, dass russische Mafiagelder in der Schweiz angelegt werden.
Das Schweigen der Lämmer
Die russischen Methoden sind zwar brutal, doch für ihre Regierung sehr effektiv... Litvinenko wusste mit wem er es zu tun hatte, es wundert mich, dass er nicht auf noch eine brutalere Weise "vernichtet" wurde.