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09. März 2008 10:20; Akt: 09.03.2008 10:20 Print
Anschläge wegen Mohammed-Karikatur?
In Afghanistan haben Tausende Menschen wegen der erneuten Veröffentlichung einer Mohammed- Karikatur in dänischen Zeitungen protestiert und mit Anschlägen auf ausländische Truppen gedroht.
Studenten blockierten am Sonntag nahe der Stadt Dschalalabad eine Fernverkehrsstrasse in Richtung Pakistan und sangen anti-westliche Lieder.
Gestern demonstrierten auch viele in Pakistan gegen die Mohammed Karikaturen. Hier in der Stadt Multan, Pakistan.
(Bild: Keystone/Khalid Tanveer)
Die Proteste richteten sich wie schon bei ähnlichen Demonstrationen am Vortag in Herat auch gegen den geplanten Koran-Film des niederländischen Politikers Geert Wilders. Die Demonstranten verbrannten Flaggen der beiden europäischen Länder und forderten, dass der Karikaturist und der Filmemacher vor Gericht gestellt werden müssten.
Andernfalls werde es weitere Proteste sowie Selbstmordanschläge geben. An die Regierung in Kabul ging die Forderung, ihre Beziehungen zu Dänemark und den Niederlanden auf Eis zu legen und die unter NATO-Kommando operierenden Soldaten beider Staaten aus Afghanistan zu verbannen.
Die afghanische Regierung selbst hat den erneuten Abdruck der Mohammed-Karikatur als Angriff auf den Islam verurteilt.
Im vergangenen Monat hatten mehrere dänische Zeitungen eine der zwölf Mohammed-Zeichnungen veröffentlicht, die 2006 zu heftigen Protesten in muslimischen Ländern geführt hatten.
Der erneute Abdruck der Karikatur und der bevorstehende Start des wohl Koran-kritischen Films des Rechtspopulisten Wilders fallen in eine Zeit, in der viele Muslime über die jüngste Offensive der israelischen Armee im palästinensischen Gazastreifen verärgert sind.
Die Darstellung des Propheten Mohammed wird in der muslimischen Welt als Verunglimpfung betrachtet.
(sda)

























