Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
26. November 2006 18:42; Akt: 12.12.2006 09:30 Print
Hat sich der Ex-Spion selbst radioaktiv verseucht?
Nach dem Gifttod des russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko in London bleibt die Täterschaft im Dunkeln und Spekulationen jagen sich.
Nach einem Bericht von «The Independent on Sunday» geht die Polizei auch der Theorie nach, dass Litwinenko sich selbst radioaktiv verseucht haben könnte, um Putin zu diskreditieren. Litwinenko hatte Putin in einem Abschiedsbrief direkt beschuldigt.
Der russische Regimekritiker Andrej Nekrasow, der am Sterbebett Litwinenkos ausgeharrt hatte, glaubt nach eigenen Worten nicht an einen Mordbefehl durch den Präsidenten. Der Giftanschlag sei das Werk «eines ausser Kontrolle geratenen und extrem nationalistischen Geheimdienstes», sagte Nekrasow in London.
In der Sushi-Bar
Die britische Polizei ging nach Angaben des Boulevardblatts «The Sun» davon aus, dass der Mörder am 1. November Litwinenkos Essen in einer Sushi-Bar nahe dem Picadilly Circus vergiftet hatte.
Der Ex-Spion hatte dort offenbar den italienischen Informanten Mario Scaramella getroffen, der ihm Unterlagen für die Recherche des Mordes an der Kreml-kritischen Journalistin Anna Politkowskaja übergab.
Der Geheimdienst- und Nuklearexperte bestreitet eine Verwicklung in die Tat und bot der Polizei seine Mitarbeit an. Nach Scaramella traf der ehemalige Agent zwei Landsleute in einer Hotel-Bar, in der ebenfalls Spuren von radioaktivem Polonium 210 gefunden wurden, die auch in Litwinenkos Körper nachgewiesen wurden.
In London wächst der Druck auf Präsiden Putin, zur Aufklärung des mutmasslichen Verbrechens beizutragen. Mitglieder der britischen Regierung warnten indirekt vor einer Belastung der bilateralen Beziehungen, falls sich die russische Regierung bei der Aufklärung nicht kooperativ zeigen sollte.
Das Verhältnis zu Russland sei nach dem mutmasslichen Mordanschlag komplizierter geworden, räumte auch das Kabinettsmitglied Peter Hain ein, der als Vertrauter von Premierminister Tony Blair gilt.
Gesundheitstests
Die BBC berichtete, britische Ermittler hofften, möglichst bald nach Moskau reisen zu können. Russische Behörden hätten Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert.
Die Gesundheitsbehörden riefen inzwischen alle Gäste der beiden Lokale, in denen Spuren von Polonium, gefunden wurden, auf, sich untersuchen zu lassen. Im Laufe des Wochenendes meldeten sich gut hundert besorgte Anrufer über eine Hotline, die nun zum Urintest gebeten werden sollen.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 5 Kommentare




























Wir sind Korrupt
Wenn der Westen das Russland nicht so bräuchte wäre Putin schon lange in die Enge getrieben worden.
Putin ist eine miese Ratte
Putin ist ein mieses Schwein, siehe Yukos usw. übrigens will Gazprom die Lieferpreis für Gas um 15% erhöhen, obwohl bestehende Verträge das eigentlich nicht ermöglichen, denn die Gaspreise mit Europa wurden in diesen Verträgen einmal festgelegt. Würde Putin wirklich wollen, dann gäbe es in Russland auch viel weniger Korruption. Er ist ein mieses Schwein.
selbst verseucht
klar, wer würde sich an 3 Stellen mit solchen Gift verseuchen. Da würde ja eine Stelle ausreichen. Was soll man von einem Präsidenten halten, der im kalten Krieg gross geworden ist und selber noch als Spion gedient hat. Nichts anderes als er gelernt hat! Aber zum Glück kann das Gebüsch in der USA nicht ein 3. mal gewählt werden, und wenn der Putin nicht noch schnell das Gesetzt zu seinen Gunsten ändert, auch er nicht ein 3. mal Ob's wohl besser wird dort und da ?