Login   Anmelden   
D | F

WM: «Ahmadinedschad kann kommen»

Der Vorsitzende des Bundestags-Aussenausschusses, Ruprecht Polenz, hat die deutsche Haltung zu einem möglichen Deutschland-Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad verteidigt.

Polenz sagte heute im WDR, ein Einreiseverbot sei nicht möglich. «Wenn Ahmadinedschad kommen will, kann er kommen. Das sehen die internationalen Regeln so vor.» Einen Vergleich mit dem Einreiseverbot gegen den weissrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko lehnte der CDU-Politiker ab.

Polenz betonte, dass die Sanktion gegen Lukaschenko von der Europäischen Union verhängt worden sei. «Aber wir sind jetzt Gastgeber der FIFA-Fussballweltmeisterschaft, und damit haben wir bestimmte Verpflichtungen als Gastgeber übernommen», sagte er. Ahmadinedschad habe angekündigt, falls sein Land das Achtelfinale erreiche, werde er sich sein Kommen überlegen. «Und wir müssen schon mal sehen, wie er sich entscheidet.» Erst müsse man sehen, wie die iranische Mannschaft spiele.

Polenz sagte, Ahmadinedschad werde wohl mitbekommen, wie in Deutschland über seinen möglichen Besuch diskutiert werde. «Ich sehe ihn nicht als einen der Politiker, die sich nun gerne einem gellenden Pfeifkonzert aussetzen würden. Also von daher hat er sich das sicherlich auch gut überlegt und wird besser zu Hause bleiben.»

(ddp)
Diesen Artikel weiterempfehlen...