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Absurdes Theater
28. Januar 2012 08:37; Akt: 28.01.2012 19:22 Print
Plastik-Demo verärgert russische Polizei
Die Angst der kremltreuen Ordnungskräfte vor Protesten nimmt paranoide Züge an. In einer sibirischen Stadt klagen sie gegen Aktivisten, die ein Demonstrationsverbot mit Lego-Männchen umgingen.

Die Passanten fanden es lustig, die Polizei nicht. Die Plastik-Demo fand auf nicht bewilligtem Grund statt. (Bild: Sergey Teplyakov/vkontakte)
Die russische Polizei hat wenig für Demonstranten übrig – auch wenn sie bloss 5 Zentimeter gross und aus Plastik sind. Die Behörden in der sibirischen Stadt Barnaul haben die Staatsanwaltschaft allen Ernstes gebeten, die Rechtmässigkeit einer Demonstration von Teddybären, Lego-Männern und South-Park-Figuren zu untersuchen. Diese trugen Schilder mit der Aufschrift «Ich bin für saubere Wahlen» und «Ein Dieb sollte im Gefängnis, nicht im Kreml sitzen».
«Die Opposition benutzt neue Technologien für öffentliche Veanstaltungen, Spielzeugfiguren mit Transparenten an Mini-Protesten», sagte Andrej Mulintsev, der stellvertretende Polizeichef Barnauls, an einer Pressekonferenz diese Woche. «Nach unserem Ermessen handelt es sich trotzdem um eine unbewilligte Veranstaltung.»
Aktivisten hatten sich die Mini-Demo ausgedacht, nachdem ihnen die lokalen Behörden die Erlaubnis für eine richtige verweigert hatten. Hintergrund sind wie bei den Protesten in Moskau die umstrittenen Resulate der jüngten Parlamentswahlen und Wladimir Putins erwartete Rückkehr ins Präsidentenamt im März.
Passanten begegneten der ungewöhnlichen Installation mit Bewunderung und Belustigung, doch die Polizei notierte jedes einzelne Spruchband. «Die Versuche der Behörden, die Bürgerrechte einzuschränken, sind absurd geworden», sagte Lyudmila Alexandrova laut dem britischen «Guardian». Dies aufzuzeigen sei das Ziel der Aktion gewesen, sagte die 26-jährige Studentin und Protestorganisatorin. Laut der Polizei hätten sie den öffentlichen Raum, wo sie die Figuren in den Schnee steckten, von der Stadt mieten müssen.
(kri)
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Alle 15 Kommentare





























Gesellschaft einordnen lernen.
Die Kardinalfrage in einer Demokratie lautet: Bin ich bereit in einem Land, wo ich das Stimm und Wahlrecht habe, den Mehrheitsentscheid zu akzeptieren. Wenn Nein gehen sie woanders hin. Die richtige politische Arbeit geschieht in den Parteien. Neue Parteien dürfen immer gegründet werden. Ewig Stänkerer sind vermutlich antiauthoritär erzogene Lümmel. Je mehr Leute es hat, umso mehr wird die Freiheit des Enzelnen eingeschrenkt. Für Extrawürste fehlt schlichtweg das Geld, siehe EU.
Tut euch mit
Modelleisenbähnler zusammen und stellt in der Bahnhofshalle die schönste 1. Mai Demo aller Zeiten auf!
Demonstrieren ist veraltet....
Demonstrationen sind ein Phänomen des letzten Jahrhunderts und gehören generell verboten! Demonstrationsrecht hat nichts mit Demokratie zu tun. Ihr habt gewählt, jetzt müsst ihr die Entscheidungen akzeptieren. Wer nicht wählen gegangen ist, ist selber schuld. Profitieren und demonstrieren geht nicht. Wenn ihr schon demonstrieren wollt, dann geht in eine Diktatur, dort ist es noch legitim. Hier gehört jeglicher kritische Protest, wie in den meisten Nachbarländern, im Keime erstickt, am Besten weggesperrt. Zum Glück ist das ja schon zu 90% der Fall! Oder?
Wilkommen im Jahrhundert der Verblendung
Wir können ja auch gratis Mundkleber an die ganze Bevölkerung verteilen! Dann jammert und reklamiert niemand mehr. Ausserdem schreibst du ja hier auch Kommentare, die müsstest du in diesem Falle ja auch für dich behalten... Und genau das ist auch der einzige Grund weshalb ich diese Idee für gut halte. Dann sind auch die realitätsfremden Professoren ruhig. herrlich. Eine Demokratie ohne Demonstrationsrecht IST Diktatur.