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Tot oder lebendig
20. Februar 2009 11:37; Akt: 20.02.2009 12:55 Print
Nazi-Jäger bitten Ägypten um Mithilfe
Das Simon-Wiesenthal-Center hat der ägyptischen Botschaft in Israel eine Liste mit den Namen von 29 mutmasslichen NS-Verbrechern übergeben.
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Recherchen der nach Nazi-Jäger Simon Wiesenthal benannten Einrichtung mit Sitz in Jerusalem und Los Angeles zufolge sollen die gesuchten 29 NS-Verbrecher in der Nachkriegszeit nach Ägypten geflohen sein. Gleichzeitig bat das Zentrum die ägyptischen Behörden um Mithilfe bei den Untersuchungen zur Klärung des Schicksals von KZ-Arzt Aribert Heim, der nach Recherchen von ZDF und «New York Times» im August 1992 in Kairo gestorben sein soll.
Efraim Zuroff, der Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem.(Bild: Keystone)
Den Angaben vom Freitag zufolge wurde das Schreiben der ägyptischen Botschaft in Tel Aviv übergeben. Der vor Jahren verstorbene Simon Wiesenthal hatte die Liste bereits im Jahr 1967 zusammengestellt und auf einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt.
Viele der Nazis seien heute Muslims
Neben Heim selbst stehen weitere prominente Nazis darauf, so zwei Mitarbeiter von Adolf Eichmann, nämlich der später nach Syrien übergesiedelte Alois Brunner und Franz Abromeit, der stellvertretende Lagerkommandant von Sobibor, «Gustav» Wagner, der später in Brasilien Selbstmord beging, der Gestapo-Chef von Kattowitz, Rudolf Mildner, und der Kommandant des Lagers von Janowska, Friedrich Warzok. Viele der Nazis seien zum Islam konvertiert, schrieb das Wiesenthal-Center.
Dessen Leiter Efraim Zuroff erklärte: «Wir hoffen, dass uns die ägyptischen Behörden bei der Überprüfung des Todes von KZ-Arzt Dr. Aribert Heim helfen werden.» Eine Bestätigung der Informationen über die anderen NS-Täter in Ägypten sei von grosser historischer Bedeutung, auch wenn es kaum zu neuen Strafverfahren kommen werde.
(dapd)

























