30. März 2008 22:41; Akt: 30.03.2008 22:47 Print

Wilders-Film: Der Iran bestellte holländischen Botschafter einWilders-Film: Der Iran bestellte holländischen Botschafter ein

Der anti-islamische Film des holländischen Politikers Geert Wilders steht im Kreuzfeuer der Kritik. Jetzt hat auch der Iran offiziell dagegen protestiert.

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Das Aussenministerium in
Teheran bestellte gestern die Botschafter der Niederlande und Sloweniens ein. Slowenien hält zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Die Europäische Union distanziert sich vom Video: Alle 27 EU-Aussenminister unterstützen die niederländische Regierung in ihrer Zurückweisung des Filmes. Der Film setze den Islam zu Unrecht mit Gewalt gleich, erklärten die Aussenminister, verwiesen aber auch auf das Recht auf freie Meinungsäusserung. Allerdings sollte auch bei der Meinungsfreiheit dem Glauben anderer Respekt gezollt werden, hiess es.

Im Video werden Bilder der Anschläge vom 11. September 2001 mit Zitaten aus dem Koran unterlegt. Der Iran bezeichnete den Film, den der niederländische Abgeordnete Geert Wilders im Internet zeigt, als beleidigend und abscheulich. Die Regierung in Teheran forderte die EU auf, weitere Präsentationen des Videos zu verhindern. In der muslimischen Welt kam es zu Protestkundgebungen, bei denen die holländische Flagge verbrannt wurde.