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14. Juli 2007 22:33; Akt: 15.07.2007 00:03 Print
Rekordsumme für Opfer von Pädo-Priestern
Die amerikanische Kirche öffnet den Klingelbeutel, damit die Sache nicht vor Gericht kommt: Die Erzdiözese von Los Angeles will den Opfern sexuellen Missbrauchs seitens Geistlicher eine Entschädigung von 721 Millionen Franken zahlen.
Diese aussergerichtliche Einigung wird höchstwahrscheinlich am kommenden Montag bekannt gegeben, wie die Nachrichtenagentur AP am Samstagabend erfuhr. Für diesen Montag war bislang der Auftakt des ersten Prozesses von mehr als 500 Klägern geplant.
Dem Vernehmen nach soll jeder Betroffene eine Entschädigung von durchschnittlich 1,2 bis 1,3 Millionen Dollar erhalten, was eine Gesamtsumme von 600 bis 650 Millionen Dollar bedeuten würde. Auch sollen der Vereinbarung zufolge vertrauliche Dokumente über die beklagten Priester freigegeben werden.
Die Einigung hätte den bislang grössten finanziellen Wert im Fall von sexueller Misshandlung innerhalb der katholischen Kirche seit dem ersten öffentlichen Bekanntwerden solcher Vorfälle 2002 in Boston.
Einige der christlichen Gemeinschaften überleben die Machenschaften ihrer Vorsteher nicht. So musste die römisch-katholische Erzdiözese Portland Ende letztes Jahres Insolvenz beantragen, weil die ganzen Besitztümer für Wiedergutmachungszahlungen aufgewendet werden mussten.
(dapd)

























