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Eklat in Dresden
01. September 2010 12:23; Akt: 01.09.2010 12:51 Print
Rechtsextreme sorgen mit Sarrazin für Eklat
Wie von Thilo Sarrazin selber befürchtet, berufen sich nun Rechtsradikale auf ihn. Den Besuch von Bundespräsident Wulff hat die NPD in Dresden für einen Eklat missbraucht.
Beim Antrittsbesuch von Bundespräsident Christian Wulff im sächsischen Landtag hat die rechtsextremistische NDP am Mittwoch für einen Eklat gesorgt. NPD-Abgeordnete hielten während der Ansprache Plakate hoch, auf denen es hiess: «Alle wissen: Sarrazin hat Recht». Fraktionschef Holger Apfel versuchte zudem, die Rede durch Zwischenrufe zu stören. Mehrere Saalordner mussten einschreiten, um die offenkundig vorbereitete Provokation zu beenden. Wulff ging auf den Zwischenfall nicht ein.
Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff (rechts) spricht im Sächsischen Landtag mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Bei der folgenden Ansprache hat die NPD versucht, Thilo Sarrazins Thesen für sich zu nutzen.(Bild: Keystone/AP)
In seiner Rede unterstrich der Bundespräsident die Bedeutung frühkindlicher Bildung. Investitionen in die frühzeitige Bildung würden nachweislich die höchste Rendite erbringen, sagte Wulff bei seinem ersten Besuch in einem Bundesland nach seinem Amtsantritt. Gerade auch Kinder mit Migrationshintergrund hätten «ganz grossartige Chancen in unserem Land», wenn sie bereits frühzeitig optimal gefördert würden.
Zudem verwies er im Dresdner Parlament darauf, dass Sachsen im Pisa-Vergleich seit Jahren Spitzenpositionen belege. Ausserdem weise das Bundesland gemeinsam mit Thüringen die höchste Quote bei der Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und Grundschulen auf. Damit habe die Bildungslandschaft in Sachsen Vorbildcharakter für ganz Deutschland. Wulff sagte weiter, Sachsen sei mit Abstand der wichtigste Standort für Forschung und Entwicklung in Ostdeutschland und eines der wirtschaftlich dynamischsten Bundesländer.
(dapd)


























