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03. März 2007 06:08; Akt: 03.03.2007 06:26 Print
Kopenhagen brennt weiter
Nach der Räumung eines Kopenhagener Jugendzentrums haben sich sich Demonstranten und die Polizei in der Nacht erneut heftige Strassenkämpfe geliefert. 130 Demonstranten wurden festgenommen.
Die nicht genehmigte Protestaktion mit knapp 1000 Teilnehmenden war zunächst friedlich verlaufen. Als Angehörige autonomer Gruppen jedoch Pflasterseine warfen, setzte die Polizei Tränengas ein. Demonstranten errichteten danach Barrikaden und setzten Autos in Brand.
Auch in der Nacht auf den Samstag kam es in Kopenhagen zu gewalttätigen Zusammenstössen.(Bild: Keystone/EPA/Jens Noergaard Larsen)
In der Nahe des «Freistaates Christiania» stürmten Demonstranten eine Schule und verwüsteten das Innere. Die Polizei konnte die Krawalle erst nach mehreren Stunden stoppen.
Die Proteste gegen die gewaltsame Räumung des Zentrums gehen damit in den dritten Tag. Am Donnerstag waren bereits rund 75 und am Freitag weitere rund 200 Personen im Zuge von Ausschreitungen festgenommen worden. Für Samstag sind weitere Proteste angekündigt.
Das «Jugendhaus» («Ungdomshuset») war seit 1981 besetzt. Es ist von der Stadt Kopenhagen an eine Freikirche verkauft worden und wurde am Donnerstag von der Polizei mit Antiterror-Einheiten geräumt.
Ein Sprecher des Jugendzentrums hatte erklärte, solange es kein Jugendzentrum in Kopenhagen gebe, werde der Kampf weitergehen. Die Jugendlichen haben wiederholt eine «politische Lösung» in dem Streit gefordert. Allerdings haben sie einen Vorschlag abgelehnt, ein anderes als das geräumte Gebäude zu akzeptieren.
(sda)

























