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08. Februar 2008 13:26; Akt: 08.02.2008 16:51 Print
Holland erwägt Burkaverbot im ÖV
Die holländische Regierung diskutiert ein Burka-Verbot für den öffentlichen Verkehr. Ein solches Verbot sei unnötig und nicht anwendbar, sagt Mobis, der Branchenverband der ÖV-Unternehmen.
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Das Schleier-«ABC»
Einige Kleidervorschriften, die in bestimmten Spielarten des Islam gelten (siehe: Das Schleier-«ABC»), sorgen in offenen westlichen Gesellschaften für Irritation. Dies auch in den Niederlanden, die eine relativ grosse, vornehmlich aus Marokko stammende islamische Minderheit haben.
«Kein Problem»
Heute Freitag diskutiert die niederländische Regierung Pläne, Burkas, Nikabs und Biwakmützen im öffentlichen Verkehr zu verbieten.
Gegen ein solches Verbot regt sich Widerstand: «Weder für die öffentliche Sicherheit, noch im Bereich des Schwarzfahrens ist gesichtsverhüllende Kleidung zur Zeit ein Problem», sagt Maarten van Eeghen, Präsident des Branchenverbands der niederländischen ÖV-Unternehmen, Mobis. In einem Brief an den holländischen Verkehrsminister Camiel Eurlings stellte Van Eeghen am Donnerstag fest, ein solches Verbot sei unnötig und in der Praxis undurchführbar, wie die Tageszeitung «De Telegraaf» berichtet. Kopien des Briefs gingen an den Innen- und den Justizminister.
Identifizierung muss gewährleistet sein
«In den Einzelfällen, in denen ein Passagier mit gesichtsverhüllender Kleidung reist, genügt ein gültiger einmaliger Fahrausweis (wie ein Automaten-Ticket); bei Transporten mit einem Abonnement wird allenfalls eine zusätzliche Identifizierung verlangt», führt Van Eeghen weiter aus. «Ein gesetzliches Burka-Verbot im öffentlichen Verkehr bringt da also gar nichts.»
«Verbot führt zu Spannungen»
Zudem seien die ÖV-Betriebe nicht dafür eingerichtet, um ein Burka-Verbot auch umzusetzen. Mobis hofft daher, dass die Regierung von ihren Plänen Abstand nimmt.
«Ausführung und Handhabung eines solchen Verbots führen zu Spannungen, die die Sicherheit im öffentlichen Verkehr gefährden», so Van Eeghen.

























