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Katastrophe in Afrika
27. Januar 2012 20:48; Akt: 27.01.2012 21:02 Print
Wieder drohen Millionen zu verhungern
von R. Callimachi, K. Houreld, AP - Nach drei Trockenperioden in kurzer Zeit steht die Bevölkerung der Sahelzone vor dem Nichts. Erinnerungen an die Somalia-Dürre werden wach. Hilfsorganisationen schlagen Alarm.
Die Hungersnot in Ostafrika droht sich im Westen zu Wiederholen.
Hilfsorganisationen schlagen Alarm: Ein halbes Jahr nach Ausrufung der Hungersnot in Teilen Ostafrikas droht im Westen des Kontinents die nächste Katastrophe. Zum dritten Mal binnen weniger Jahre sucht Dürre die Sahelzone heim und gefährdet Millionen Menschen, besonders Kinder. Schon jetzt leiden den Angaben zufolge in Niger, Mali, Mauretanien und Tschad sechs Millionen Menschen Hunger. Die Weltgemeinschaft müsse dringend handeln, fordern die Organisationen, und dürfe nicht die gleichen Fehler machen wie am Horn von Afrika.
Bildstrecken Naturkatastrophen 2011Das traurige Gesicht der HungersnotWenn Eltern über Leben und Sterben richten müssen Infografik Die schlimmsten HungersnöteHunger in der Welt Video
«Zehntausende sind schon gestorben»
Spenden gegen die Hungersnot
Die Glückskette nimmt Spenden auf dem Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Afrika» oder online auf www.glueckskette.ch entgegen.
Dort starben den Fachleuten zufolge tausende Menschen unnötigerweise und wurden Millionensummen verschleudert, weil die Staatengemeinschaft nicht rechtzeitig auf die Warnsignale reagierte. Die meisten reichen Geberländer stellten nennenswerte Hilfsgelder erst zur Verfügung, als die Krise schon voll ausgebrochen war und Menschen verhungerten, kritisierten Oxfam und Save the Children kürzlich in einem Bericht.
Selbstkritisch merkten sie an, das auch die Hilfsorganisationen ihre Tätigkeit zu langsam aufstockten. «Wir alle tragen Verantwortung für diese gefährliche Verzögerung, die in Ostafrika Menschenleben gekostet hat, und müssen aus der verspäteten Reaktion Lehren ziehen», erklärte Oxfam-Leiterin Barbara Stocking. Bis zu
Dritte Trockenheit in kurzer Folge
Zugleich zeichnet sich nach ausbleibenden Regenfällen und Missernten in Westafrika eine Ernährungskrise ab, die Hilfsorganisationen zufolge über zehn Millionen Menschen in der Sahelzone gefährdet. Die Zone umfasst acht Länder: den Norden Senegals, Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso, den Norden Nigerias, Kamerun und den Süden des Tschads. Dürre tritt hier immer häufiger auf; zuletzt wurde 2005, 2008 und 2010 der Notstand ausgerufen. Von der letzten verheerenden Trockenheit hat sich die Region immer noch nicht erholt. Viele Familien haben ihr Vieh verloren, ihre Ersparnisse aufgebraucht und besitzen jetzt nichts mehr, um etwas zu essen zu kaufen.
Besonders gefährdet sind die Kleinsten. Das UN-Kinderhilfswerk rechnet damit, dass über einer Million Kinder in den acht betroffenen Ländern lebensgefährliche Unterernährung bevorsteht. «Erwachsene leiden in einer Krise, aber Kinder sterben», warnt UNICEF-Sprecher Martin Dawes. UN-Hilfswerke wie UNICEF und das Welternährungsprogramm zählen zu den Organisationen, die auf die ersten Alarmsignale aus Westafrika Ende vergangenen Jahres rasch reagierten und Nahrungsmittelhilfe anleierten.
Je später, desto teurer
Diesmal soll es besser laufen als am Horn von Afrika: «Im Rückblick erkennt jeder, dass da mit Verspätung reagiert wurde. Wegen dieser Verzögerung sind zehntausende Menschen gestorben», sagt der Einsatzleiter Westafrika von Oxfam, Stephen Cockburn. «Aus dieser jüngsten und bitteren Erfahrung wissen wir, wo die Risiken liegen.»
Und die Nothilfe war teurer, als Vorbeugung gewesen wäre, wie die Helfer in ihrem Bericht vorrechnen: Fünf Monate lang Wasserrationen für 80.000 Menschen in Äthiopien mit Lastwagen heranzukarren, schlug mit über drei Millionen Dollar (2,7 Millionen Franken) zu Buche. Vorsorglich für den gleichen Kreis Versorgungsquellen zu erschliessen, hätte nur
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Alle 59 Kommentare





























China
Lest mal im Internet die 20Minuten, China hat für 200 Millionen in Addis Abeba gespendet für ein Regierungsgebäude mit Sitzungszimmer für 2500 Regierungsangestellte ectr. Habe ich soeben gelesen, lest das , dann gehen euch jetzt mal die Lampen auf ???!!!
beinahe Sprachlos
Ich fühle mich echt angewiedert von diesen Kommentaren... Afrika hat genug brauchbare Landfläche um sich und viele andere zu ernähren, nur die Konzerne und Regierungen (auch Westliche!) kaufen das fruchtbare Land auf und vertreiben die einheimische Bevölkerung. Unser ganzer Konsum ist der Grund. All diese Wahnsinnigen, die auf Geburtenkontrolle pochen, sollten als dekadente Ressourcenverschlinger zuerst damit anfangen. Das dringendste Problem ist die Verschwendung der Ressourcen und dass wir wegen ein paar bunten Papierschnipseln uns gegenseitig umbringen und alles zerstören PUNKT
Kondome statt durchfüttern!
Eine Gesellschaft, die so Abhängig ist von der Landwirtschaft, ist Naturkatastrophen logischerweise mehr ausgesetzt. Wenn man ihnen Nahrungsmittel liefert, vermehren sie sich unverhältnismässig, denn Kinder bedeuten Arbeitskraft und Altersversorgung. Die gebauten Brunnen versanden und versiegen schnell, und das Grundwasser sinkt in manchen Regionen wegen dem exzessiven Wasserverbrauch zunehmend. Eine Ladung Kondome wäre um einiges sinnvoller, gerade in Afrika.