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Mumbai-Anschlag

«Tun Sie, was Sie für richtig halten»

Vier Monate nach den tödlichen Terroranschlägen von Mumbai hat in Indien der Prozess gegen den einzigen überlebenden mutmasslichen Attentäter begonnen. Vor Gericht war Mohammed Ajmal Kasab aber nicht anwesend.

Bei den Anschlägen in Mumbai wurden mindestens 164 Personen getötet.
Bei den Anschlägen in Mumbai wurden mindestens 164 Personen getötet.

Bei einer Anhörung erklärte Mohammed Ajmal Kasab vor Sonderrichter M.L. Tahiliyani am Montag, dass er aus der pakistanischen Provinz Punjab komme und bislang keinen Rechtsbeistand habe. Auf die Frage, ob er einen Pflichtverteidiger wünsche, antwortete der 21-Jährige dem Richter: «Tun Sie, was Sie für richtig halten.»

Die Anhörung erfolgte aus Sicherheitsgründen über eine Videoschaltung aus dem Gefängnis, der Angeklagte wirkte dabei entspannt. Der Prozess soll vor einem Sondergericht im Gefängnis Arthur Road im Mumbai (Mumbai) stattfinden. Staatsanwalt Ujjwal Nikam beantragte aber eine kurzfristige Verschiebung, da die Sicherheitsinfrastruktur in der Haftanstalt noch nicht für den Prozess bereit sei.

Kasab werden laut Anklage zwölf Straftaten zur Last gelegt, darunter Mord und Kriegsabsichten gegen Indien. Er gilt als der einzige Überlebende von insgesamt zehn Attentätern. Die neun anderen wurden während ihrer dreitägigen Belagerung von Luxushotels, einem jüdischen Zentrum und anderen Einrichtungen in Mumbai Ende November getötet. Bei den Anschlägen kamen insgesamt 164 Menschen ums Leben. Dem Angeklagten droht die Todesstrafe.

Indien macht für die Anschläge militante Islamisten der Organisation Lashkar-e-Taiba aus Pakistan verantwortlich. Die Organisation soll in den 80er Jahren von pakistanischen Geheimdiensten gegründet worden sein, um gegen die indische Herrschaft im geteilten Kaschmir zu kämpfen. Im Februar räumte die Regierung in Islamabad erstmals ein, dass die Terroranschläge von Mumbai teilweise in Pakistan geplant wurden. Gegen acht Verdächtige sei ein Strafverfahren eingeleitet worden. Ausserdem bestätigten die Behörden, dass Kasab pakistanischer Staatsbürger ist.
Kasab werden laut Anklage zwölf Straftaten zur Last gelegt, darunter Mord und Kriegsabsichten gegen Indien. Er gilt als der einzige Überlebende von insgesamt zehn Attentätern. Die neun anderen wurden während ihrer dreitägigen Belagerung von Luxushotels, einem jüdischen Zentrum und anderen Einrichtungen in Mumbai Ende November getötet. Bei den Anschlägen kamen insgesamt 164 Menschen ums Leben. Dem Angeklagten droht die Todesstrafe.

(ddp)
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