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28. Februar 2008 16:42; Akt: 28.02.2008 16:51 Print
Kosovo will IWF und Weltbank beitreten
Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien will Pristina nun die Aufnahme des neuen Staates in den Internationalen Weltwährungsfonds (IWF) und die Weltbank beantragen.
Die relevanten Behörden würden das Verfahren zur Aufnahme in diese beiden Institutionen umgehend einleiten, zitierten kosovarische Medien den Regierungschef Hashim Thaci am Donnerstag. «Sehr bald» würden auch die Verfahren für die Aufnahme des Kosovo in die Europäische Union und die UNO folgen, fügte Thaci hinzu.
Der Kosovo wurde laut der mit der Unabhängigkeit des Kosovo sympathisierenden Internetseite www.kosovothanksyou.com bisher von 21 Staaten anerkannt, darunter zahlreichen EU-Mitglieder und die Schweiz. Anerkennungsverfahren sind nach Angaben der Website in vier weiteren Staaten im Gang.
Belgrad bereitet Klage vor
Belgrad lehnt den neuen Staat ab. Die serbische Regierung bekräftigte in den vergangenen Tagen die Entschlossenheit, den Kosovo nie anzuerkennen.
Laut früheren Ankündigungen will die Regierung bei ihrer Sitzung vom Donnerstag ein Expertenteam bilden, das Klagen gegen jene Staaten, die den Kosovo anerkennen, vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag vorbereiten soll.
Fleiner rät zu Klage
Nach Meinung des schweizerisch-serbischen Völkerrechtsexperten Thomas Fleiner müsste Belgrad wenigstens eine Klage beim UNO-Gericht einreichen. Dies würde seiner Meinung nach dazu führen, dass einige Staaten, die die Anerkennung des Kosovo erwägen, den Abschluss des IGH- Verfahrens abwarten, sagte Fleiner gegenüber der serbischen Tageszeitung «Politika».
Der IGH würde gemäss Fleiner aufgrund der Klage Belgrads zu entscheiden haben, ob die Staaten, die den Kosovo anerkannt haben, einen illegalen Beschluss gefasst haben, der rückgängig gemacht werden müsste. Der Völkerrechtler, Direktor des Instituts für Föderalismus an der Universität Freiburg, ist auch Berater der serbischen Regierung.
(sda)

























