Staatsbesuch

08. September 2010 06:14; Akt: 08.09.2010 06:40 Print

China und Burma rücken enger zusammenChina und Burma rücken enger zusammen

Der burmesischen Junta- Chef Shwe Than besucht zur Zeit China. Ein riesiger Empfang wurde ihm bereitet und einiges für die Zukunft versprochen.

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China hat der burmesischen Militär-Junta einen grossen Empfang bereitet. (Bild: Reuters)

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Bei einem Treffen mit dem burmesischen Junta- Chef Shwe Than in Peking sagte der chinesische Generalstabschef Chen Bingde, die «fruchtbare Kooperation» in verschiedenen Feldern habe konkrete Vorteile für beide Seiten gebracht.

Die Streitkräfte beider Seiten sollten ihre «traditionelle Freundschaft» und Zusammenarbeit weiter vorantreiben, zitierten amtliche chinesische Medien am Mittwoch den chinesischen General.

Grosser Empfang für Burma

Der burmesische Militärführer ist zu einem fünftägigen Besuch in China. Auf dem Programm stand am Mittwoch auch ein Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao. Während andere Regierungen den Führer des Militärregimes wegen der Menschenrechtsverletzungen in Burma meiden, bereitet Chinas Führung dem General und seiner rund 30-köpfigen Militärdelegation einen grossen Empfang.

Burma ist wegen seiner Rohstoffe und auch wegen seines Zugangs zum Indischen Ozean von strategischer Bedeutung für China. Chinesische Kriegsschiffe docken immer wieder in burmesischen Häfen an.

Chinas Investitionen in Burma haben in diesem Jahr einen grossen Sprung getan und zehn Milliarden US-Dollar erreicht. Nach Thailand und Singapur ist China der drittgrösste Handelspartner Burmas. 2009 erreichte das Handelsvolumen nach chinesischen Angaben 2,9 Mrd. US- Dollar.

Die Länder feiern ein Jubiläum

Beide Länder feiern in diesem Jahr den 60. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. China gilt als engster Verbündeter des burmesischen Regimes. Menschenrechtsgruppen forderten China auf, seinen Einfluss zu nutzen, damit die Militärjunta die im November geplanten Wahlen freier als geplant gestaltet.

Sie sehen eine «Farce», da die Opposition um Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ausgeschlossen ist. Bei der letzten Wahl vor 20 Jahren gewann ihre Nationalliga für Demokratie 85 Prozent der Stimmen.

(sda)