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Lösung gesucht
03. Februar 2009 16:59; Akt: 19.03.2009 10:45 Print
EU ringt um Guantánamo-Gefangene
Im Streit über die Aufnahme von Guantánamo-Gefangenen in Europa dringt EU-Justizkommissar Jacques Barrot auf eine rasche Lösung. Noch gehen die Positionen aber weit auseinander.
Er hoffe, dass die EU-Innenminister am
Die EU sucht eine rasche Lösung im Streit über Guantánamo-Gefangene(Bild: Keystone/AP/Haraz Ghanbari)
Als Vorbild nannte Barrot die Aufnahme einer Gruppe militanter Palästinenser im
CDU-Politiker warnt vor «potenziellen Terroristen»
Konservative EU-Abgeordnete warnten jedoch vor der Aufnahme ehemaliger Guantánamo-Gefangener. «Potenziell gefährliche Terroristen dürfen unter keinen Umständen nach Deutschland oder in die EU einreisen», erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Hartmut Nassauer. «Der verständliche Wunsch, den Folteropfern Hilfe zu gewähren, muss abgewogen werden gegen das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung», forderte der CDU-Politiker. Sein Parteifreund Elmar Brok sagte, die USA müssten zunächst einmal erklären, warum als unschuldig eingestufte Gefangene nicht in den Vereinigten Staaten bleiben könnten.
Dagegen sprachen Sozialdemokraten, Liberale, Grüne und Linke von einer moralischen Verpflichtung der EU, durch die Aufnahme von Guantánamo-Insassen die Schliessung des Lagers zu erleichtern. «Europa kann sich nicht zurücklehnen, mit den Schultern zucken und sagen, dass die Amerikaner das allein regeln müssen», sagte Liberalen-Fraktionschef Graham Watson. «Zu oft haben sich Mitgliedstaaten unserer Union als Komplizen der USA mitschuldig gemacht», erklärte der Brite mit Blick auf die Gefangenenflüge der CIA durch Europa.
«Einige werden in den USA nicht mehr leben wollen»
Die SPD-Europaabgeordnete Erika Mann, die Guantánamo im
US-Präsident Barack Obama hat angekündigt, Guantánamo bis zum Jahresende zu beschliessen. Derzeit befinden sich noch rund 250 Gefangene in dem Lager, von denen nach Regierungsangaben
(dapd)


























