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Versteckte Minen
05. August 2010 11:53; Akt: 05.08.2010 12:37 Print
Elefantenkuh von Tretmine verstümmelt
In Thailand wurde bei einer Detonation einer Landmine erneut ein Elefant schwer verletzt. Jährlich gibt es Dutzende von Minenopfern unter den Dickhäutern.

Eine Landmine zerfeste einen Fuss der Elefentankuh «Mae Ka Pae» im Grenzgebiet zwischen Thailand und Birma. (Bild: Keystone)
Nicht nur die Zivilbevölkerung in ehemals verminten Gegenden ist einer ständigen Bedrohung ausgesetzt. Auch Tiere sind sind immer wieder Opfer von Minen, die teilweise jahrzehntelang im Boden liegen. So wie die 22-jährige «Mae Ka Pae». Die Elefantenkuh verlor bei der Explosion einen Fuss und wurde in einer speziellen Tierklinik in Lampang behandelt. Ärzte hätten die Wunde gesäubert und «Mae Ka Pae» Schmerzmittel gegeben, sagte der Leiter des Krankenhauses Friends of Asian Elephant, Preecha Phuangkam, am Donnerstag. Die Elefantenkuh ist bereits das 13. Minenopfer in der Tierklinik. Sie wurde vergangene Woche an der mit Landminen übersäten Grenze zwischen Thailand und Burma verletzt.
Infografik Streubomben im weltweiten EinsatzLandminen Minen-VerbotAm 3. Dezember 1997 wurde - vor allem auf Druck von rund 1000 Nicht-Regierungs-Organisationen - im kanadischen Ottawa der Antipersonenminen-Verbotsvertrag unterzeichnet, der seit dem 1. März 1999 für alle 143 Unterzeichnerstaaten binden ist. 41 Staaten haben die Konvention bislang nicht unterzeichnet, darunter Finnland, China, Indien, Iran, Israel, Nord-und Süd-Korea, Pakistan, Polen, Russland sowie die USA.
Es war der erste Vertrag dieser Art, der durch das Zusammenspannen von NGOs und massivem zivilgesellschaftlichen Druck zustande kam. Weitere folgten. So trat am 1. August 2010 die Streubombenkonvention der Vereinten Nationen in Kraft.
Im Friends-of-Asian-Elephant-Krankenhaus werden zurzeit zwei weitere Elefantenkühe behandelt, «Motala» und «Mosha». Sie haben sich inzwischen so weit erholt, dass sie dauerhafte Prothesen tragen können. «Mosha» hatte 2007 als erster Elefant der Welt ein künstliches Bein erhalten.
«Mae Ka Pae» ist eines der zahllosen Opfer des burmesischen Bürgerkriegs. Im Grenzgebiet zu Thailand führt das Bergvolk der Karen schon seit sechzig Jahren einen Unabhängigkeitskrieg gegen die Militärjunta. Das Gemetzel hat Tausende Tote gefordert, unzählige Menschen wurden von Landminen verstümmelt. Und immer wieder erwischt es auch Elefanten, die hier als Lasttiere eingesetzt werden.
Auch nach dem Inkrafttreten des Antipersonenminen-Abkommens, das die Herstellung, die Verbreitung und den Einsatz von Antipersonenminen verbietet, werden allein in Thailand jährlich bis zu 100 Menschen von Minen verstümmelt.
(dapd)


























