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Kolumbien
20. März 2010 19:16; Akt: 20.03.2010 19:25 Print
Killerkommando erwischt Journalisten
Erneut ist ein kolumbianischer Journalist Opfer eines Mordanschlages geworden. Der Herausgeber der Zeitschrift «El Pulso del Tiempo», Clodomiro Castilla, wurde auf der Terrasse seines Hauses erschossen.
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Der 49-Jährige war für seine scharfzüngigen Attacken auf Lokalpolitiker in Montería, der Hauptstadt der Provinz Córdoba, bekannt.
Journalisten geraten immer wieder ins Visier von Banden und Rebellen.
Er habe vor allem Korruption und Vetternwirtschaft angeprangert, berichtete die Zeitung «El Meridiano de Córdoba» am Samstag. Allerdings habe er auch mehrmals wegen Drogenbesitzes und Diebstahls im Gefängnis gesessen.
Castilla hatte auch in Prozessen gegen Politiker aus dem Lager des konservativen Präsidenten Álvaro Uribe wegen Kontakten zu rechten paramilitärischen Mordbanden ausgesagt. Als er deshalb mit dem Tod bedroht wurde, hatte er vorübergehend Polizeischutz erhalten.
Im vergangenen Jahr wurden in Kolumbien sieben Journalisten umgebracht. Vor allem Lokaljournalisten geraten schnell ins Fadenkreuz korrupter Politiker, rechter Paramilitärs oder linker Rebellen. Morde an Journalisten, Gewerkschaftern oder Menschenrechtlern werden in Kolumbien nur sehr selten aufgeklärt.
(sda)

























