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Gasstreit
18. Juni 2010 07:57; Akt: 18.06.2010 07:57 Print
Russland will Nachbarn das Gas abstellen
Der russische Energieriese Gazprom hat Weissrussland mit einer drastischen Drosselung der Gaslieferungen um 85 Prozent gedroht, sollte es seine Schulden nicht begleichen.

Muss Weissrussland bald mit weniger Gas auskommen?
192 Millionen Dollar schuldet Weissrussland dem russischen Energiekonzern Gazprom.
Zu viel, meint Gazprom-Chef Alexej Miller laut der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti, und beginnt den Hahn zu drosseln: Ab kommender Woche werde Weissrussland nur noch 15 Prozent der üblichen Gaslieferungen erhalten, wenn es bis dahin nicht gezahlt habe.
Am Dienstag hatte bereits der russische Präsident Dmitri Medwedew Weissrussland ein fünftägiges Ultimatum zur Zahlung seiner Gasschulden gestellt. Sollte der Nachbarstaat bis dahin keinen Vorschlag unterbreitet haben, wie er die Aussenstände in kürzester Zeit begleichen könne, müssten «strenge Massnahmen» ergriffen werden, sagte Medwedew nach einem Treffen mit Miller.
Neuer Liefervertrag
Erst im Januar hatten sich Russland und Weissrussland nach monatelangem Streit um den Gaspreis auf einen neuen Liefervertrag geeinigt. Im Januar 2007 hatte der Streit zwischen beiden Ländern zu einem mehrtägigen Lieferstopp geführt, der auch europäische Länder betroffen hatte.
Sie erhielten kein russisches Öl mehr durch die Pipeline «Druschba» (Freundschaft), Raffinerien mussten ihre Produktion herunterfahren. Minsk wehrte sich damals vor allem gegen einen von Moskau geforderten Zoll auf das Öl.
(sda)


























