Basel

01. März 2010 23:10; Akt: 02.03.2010 09:47 Print

Regierung verbietet Puff-PlakateRegierung verbietet Puff-Plakate

von Jonas Hoskyn - Die Regierung hat die Plakatbestimmungen verschärft. Freizügige Puff-Plakate sind künftig nicht mehr erlaubt.

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Stein des Anstosses: Das Plakat des Etablissements Holly-Jones. (hys)

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Mehrere Basler Etablissements starteten im letzten Herbst eine Werbeoffensive. Die riesigen Plakate mit der Oben-Ohne-Blondine hatten damals von der Fachstelle für Integration und Gleichberechtigung grünes Licht bekommen. «Das war ein Grenzfall», so André Frauchiger vom Tiefbauamt heute. Als immer mehr Sex-Plakate auftauchten, beschloss die Regierung zu handeln. Innert weniger Wochen wurde das Reglement bezüglich sexistischer Werbung verschärft. «Das Plakat mit der fast nackten Frau wäre jetzt nicht mehr erlaubt», so Frauchiger. Puff Werbung per se sei zwar noch möglich, allerdings müsse diese züchtig daherkommen.

Die Schweizerische Lauterkeitskommission, zuständig für umstrittene Werbung, ist da anderer Meinung – sie lehnte letzte Woche die Sexismus-Beschwerde der SP-Grossrätin Brigitte Hollinger ab. Diese begrüsst nun den «fortschrittlichen und respektvollen Beschluss» der Basler Regierung: «Das zeigt, dass Menschen ­keine Ware sind, die man auf Plakaten anpreisen kann.» Hollinger hofft nun auf eine Sig­nalwirkung gegen sexistische Werbung im Allgemeinen.

Maurizio, der Betreiber des Studios Holly-Jones, der das Plakat initiiert hat, nimmt den Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis: «Wir suchen nun nach neuen Lösungen.» Eins ist für Maurizio aber klar: «Wir werden weiter gross Werbung machen – es hat sich bisher gelohnt.»

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  • B. Kerzenmacher am 02.02.2011 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Verbote verbieten

    Geht offenbar eine neue Verbotswelle durchs Land. Man hat anscheinend alle dringenden Probleme gelöst in Migrationsfragen, EU, Klima, Wirtschaft, Arbeitslosigkeit etc. Somit bleibt dann noch das angeblich böse Rotlicht zu kastrieren. Man nimmt zwar dessen Angebote gerne mal in Anspruch, aber geregelt sollte es schon sein. Immer schön Einnehmen, die Steuern vom Rotlicht ,.... und das Abführmittel.

  • Pit Sahat am 03.03.2010 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Fortschritt? Im Gegenteil

    "SP-Grossrätin Brigitte Hollinger begrüsst nun den «fortschrittlichen und respektvollen Beschluss» der Basler Regierung..." Was hat das bitte mit Fortschritt zu tun wenn man immer mehr sachen verbietet? So etwas nenne ich Zensur à la Iran. Und mit Gleichberechtigung hat das ganze sowieso schon garnichts zu tun meiner Meinung nach.

  • Roger Wymann am 02.03.2010 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache

    wir haben jetzt die Kondome für 12 Jährige, dann kann auch im Puff nichts passieren. Ihr würdet lieber mal Aufklärung betreiben statt solche Aufregung wegen den Plakaten fabrizieren, denn die die am lautesten schreien sind die schlimmsten im Versteckten.