Basel

16. Februar 2010 23:06; Akt: 16.02.2010 23:50 Print

Jobfactory-Abteilungsleiter zockte <nobr>210 000</nobr> Fr. abJobfactory-Abteilungsleiter zockte 210 000 Fr. ab

von Anna Luethi - Ein 46-Jähriger zwackte über zwei Jahre lang bei der Arbeit Geld ab. Gestern stand er vor dem Basler Strafgericht.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Von Mai 2003 bis Februar 2006 arbeitete der Angeklagte als Abteilungsleiter in der Jobfactory. Ab 2004 missbrauchte er seine leitende Funktion und sackte rund 210 000 Franken privat ein. So liess er für 64 000 Franken Arbeiten an seinem Eigenheim von der Jobfactory verrichten und für über 100 000 Franken ebensolche an einem Pub – von dort liess er die Bezahlungen auf sein Privatkonto fliessen. «Was ich bei der Jobfactory getan habe, war absoluter Blödsinn», entschuldigte sich der Angeklagte. Als Grund für seine Taten gab er Geldprobleme an. Bereits 2003 war er zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt worden – unter anderem wegen mehrfacher Veruntreuung. Weil er sich in den letzten Jahren nichts zu Schulden kommen liess und der Jobfactory das ergaunerte Geld zurückzahlte, plädierte der Staatsanwalt jedoch dafür, dem Angeklagten eine «allerletzte» Chance zu geben. Er wurde zu 18 Monaten bedingt mit einer verlängerten Probezeit von drei Jahren verurteilt.

Einen ähnlichen Vorfall habe es bei der Jobfactory in zehn Betriebsjahren nie gegeben, sagt Gründer Robert Roth. Da der Mann über eine Agentur abgeklärt und vermittelt worden sei, habe man nicht nach allfälligen Vorstrafen gefragt. Roth: «Für uns hat die Sache ein gutes Ende genommen – wir kamen praktisch nicht zu Schaden und erhielten unser Geld zurück.»