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Basel
27. April 2009 21:44; Akt: 27.04.2009 20:46 Print
Tödlicher Pilz rafft ganze Froschpopulationen dahin
von Denise Dollinger - Ein tödlicher Pilz bedroht die Welt der Amphibien im Baselbiet und rafft ganze Bestände dahin. Experten schlagen nun Alarm.
Bald könnte es an den Teichen der Region still werden, denn ein aus Südafrika stammender Pilz bedroht Frösche, Salamander, Kröten und Molche. Chytrid-Pilz heisst der Erreger, der ganze Tierarten ausrottet. «In rund einem Drittel der getesteten Weiher im Baselbiet waren die Frösche infiziert», sagt Benedikt Schmidt von der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz. Das alarmiert den Baselbieter Kantonstierarzt: «Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist», sagt Ignaz Bloch.
Ursina Tobler fischt Kröten und Kaulquappen aus einem Teich, um von ihnen Abstriche zu nehmen. (Bild: tob)
Ist ein Weiher befallen, bedeutet das für 90 Prozent der Tiere den Tod. Am meisten leidet die Geburtshelferkröte unter dem Pilz, der die Haut befällt und die Atmung beeinträchtigt. Woher der für den Menschen harmlose Erreger kommt, ist unklar. «Vermutlich verbreiteten gehandelte Amphibien den Pilz», sagt Schmidt. Zusammen mit der Doktorandin Ursina Tobler von der Uni Zürich erforscht er derzeit, wie man gegen ihn vorgehen kann.

























