Basel
25. Mai 2009 21:51; Akt: 26.05.2009 10:43 Print
Eltern über Tarifpolitik verärgert
Mit Papa fährt Lea gratis im Tram, auf dem Tagesheim-Ausflug braucht sie aber ein Ticket: Dies obwohl gemäss den Billettautomaten des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) Kinder bis sechs Jahre kategorisch gratis fahren.
«Das ist nicht transparent», moniert Patrick Stirnimann, Leiter der Basler St.-Peter-Krippe. Er fühlt sich vom TNW diskriminiert und fordert eine günstigere Lösung. Unterstützung erhält er auch von Eltern. Familienvater und FDP-Politiker Balz Stückelberger will politische Mittel gegen die «absurden» Tarife prüfen. «Tagesheime sind finanziell nicht auf Rosen gebettet», weiss er. Laut TNW-Direktor Andreas Büttiker besteht diese nationale Tarifregelung «schon ewig». Büttiker: «Die Leiter der Institutionen wissen, dass sie ohne Tickets gebüsst werden.»
In Begleitung der Eltern fährt der kleine Junge gratis im ÖV. (Bild: lha)
Dennoch ist ihm bewusst, dass die heutige Praxis keine «kinderkrippengerechte» Lösung ist. Dies soll sich nun ändern. «Eine Möglichkeit ist, dass die Institutionen ihre Fahrten notieren und der Kanton diese dann bezahlt», so Büttiker. Dieses System habe sich bei den Schulen gut bewährt. Eine weitere Lösung wäre eine Pauschalentschädigung. «Ich bin mir sicher, dass wir an der TNW-Sitzung im Juni eine gute Lösung finden», so Büttiker. Das letzte Wort aber haben die Regierungen der Kantone im Gebiet des Tarifverbunds Nordwestschweiz.
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