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Raucher-Gesetz
24. April 2010 23:30; Akt: 24.04.2010 23:12 Print
Mit Spitzeln gegen Raucher
Das Rauchverbot gilt im Kanton Basel-Stadt seit 1. April. Doch der Widerstand der rauchenden Bevölkerung ist unerwartet gross – es wird munter weiter geraucht. Jetzt schreiten die Behörden ein.
Letzte Woche wurden die ersten Ermahnungen verschickt. Jetzt macht das Basler Bauinspektorart ernst: Es schickt nun laut der «SonntagsZeitung» Spitzel los, die Bars und Restaurants inkognito kontrollieren. Das «Problem» in Basel: Rund 120 Baizen haben sich zum Verein «Füoar» zusammengeschlossen - gegenüber 630 rauchfreien Lokalen.
Die Fümoar-Mitglieder deklarieren sich als nicht-öffentliche Lokale und entziehen sich so dem Rauchverbot. Laut «Fümoar» hat der Verein bereits
Die Behörde will die Vereinslösung nur akzeptieren, wenn sie rigoros umgesetzt werde: Kein Einlass für Nichtmitglieder, keine Spontanmitgliedschaften, eine Mitgliederliste muss jederzeit aufliegen. «Wenn die Mahnungen nicht nützen, werden die Baizen verwarnt – das kann dann kosten. Im schlimmsten Fall droht auch der Entzug der Betriebsbewilligung», so Keller. Der Verein spricht von «Einschüchterungsversuchen».
Lücke im Bundesgesetz
Am 1. Mai tritt schweizweit das Bundesgesetz über den Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Dann könnte es für die Fümoar-Baizen eng werden. Denn laut dem Bundesgesetz darf das Lokal nur noch einer Person als Arbeitsplatz dienen. Doch auch hier will Fümoar schon eine Gesetzteslücke ausgemacht haben: Das Bundesgesetz beinhalte eine Ausnahme bei Zustimmung der Angestellten – dies gelte auch in Basel-Stadt, sagte Fümoar-Sekretär Thierry Julliard.
Mittlerweile hat der Verein Fümoar bereits selbst die Bremse gezogen: Seit dem 7. April werden keine neuen Lokale mehr aufgenommen. Sowohl der Verein als auch das Basler Bauinspektorat rechnen damit, dass ein Gericht den Streit entscheiden muss.
(ast)



























