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04. Mai 2008 22:23; Akt: 04.05.2008 21:25 Print
Petarden-Attacke auf Fans: «Muss es erst Tote geben?»
von Andrea Schmits - Warum wurden die Petardenwerfer nicht aus dem Block gepflückt? Nach den Krawallen beim Match FCB gegen FCZ steht die Polizei in harter Kritik.
Wieder kam es bei einer Fussballpartie zwischen dem FCB und dem FCZ im Joggeli zu Ausschreitungen. Nach dem 2:0 für Basel zündeten am Freitag Zürcher Fans im Gästesektor ins Stadion geschmuggelte Fackeln und Feuerwerkskörper an und warfen sie gezielt auf die Basler Zuschauer in den angrenzenden Sektoren. Die Polizei entschied dennoch, nicht einzugreifen und die Situation den Sicherheitsleuten des Stadions zu überlassen. «Wir haben richtig gehandelt», sagt Klaus Mannhart vom Sicherheitsdepartement. «So gab es nach dem 2:0 nur zwei Verletzte. Hätten wir uns eingemischt, wären es fünfzig gewesen.»
Aufnahmen von FansTrotz der Ereignisse von Basel ist der Schweizer Euro-Delegierte Benedikt Weibel zuversichtlich: «Solche Vorfälle wird es an der Euro nicht geben», sagte Weibel der Zeitung «Sonntag». Ab der kommenden Spielsaison werden in Schweizer Sportstadien versuchsweise Filmaufnahmen gemacht und mit der nationalen Hooligan-Datenbank abgeglichen. Dadurch sollen mit Stadionverboten belegte, gewaltbereite Personen ausgemacht werden.
Für diesen Entscheid haben nicht alle Verständnis. «Ich bin masslos sauer und enttäuscht. Im Stadion wurden Gesetze gebrochen, für deren Einhaltung die Kapo zuständig gewesen wäre», sagt Sicherheitsexperte Dieter Schaub und sagt sogar: «Uns fehlt ein Toter. Erst dann würde die Stadionsicherheit ernsthaft vorangetrieben werden.»
Kritik übt auch Grossrat und Augenzeuge Heinrich Ueberwasser: «Die Polizei sollte in der Lage sein, in Situationen einzugreifen, bevor diese eskalieren. Doch sie hatte die Lage nicht im Griff.»

























