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23. Juli 2007 15:50; Akt: 23.07.2007 15:55 Print
Pilot hinterlässt eine Frau und zwei Söhne
Der beim Absturz seines Kleinflugzeugs in Basel getötete Hans Georg Schmid ist langjähriger Swissair-Pilot gewesen und hat als Hobbypilot Weltrekorde mit Leichtflugzeugen aufgestellt.
Der knapp 59-jährige war vor sechs Jahren Opfer des Swissair-Groundings geworden.
Hans Georg Schmid war sieben Jahre lang Kapitän auf der MD 11.
Hans Georg Schmid wurde am 8. Oktober 1948 im luzernischen Hergiswil geboren und wuchs in Kriens auf. Bereits im Alter von 17 Jahren begann er mit der Segelfliegerei, wie der Internetseite der Fachzeitschrift «Swiss Aviation» zu entnehmen ist. Mit 22 Jahren bestand er den Vortest für die Pilotenschule SLS und kam bald zur Swissair. Dort machte er die gesamte Laufbahn: sieben Jahre Co-Pilot auf der DC9, sieben Jahre Co-Pilot auf der DC10, darauf Kapitän einer DC9 und einer Fokker 100 und schliesslich sieben Jahre Kapitän auf der MD 11. Schmid wurde schliesslich auf Grund seines Alters Opfer des Swissair-Groundings von 2001, wie ein Swiss-Sprecher auf Anfrage sagte.
Die Fliegerei blieb Schmids liebste Beschäftigung. Bereits früher hatte er ein Leichtflugzeug, eine «Long-Ez», selber gebaut und eingelöst. Mit der Maschine flog er 1997 auf den Spuren des Schweizer Flugpioniers Walter Mittelholzers nach Südafrika und zurück und rund ein Jahr später rund um Südamerika. Um Werbung zu machen für die Schweiz, die Swissair und die Kleinfliegerei, wie er damals sagte.
Auch die einmotorige «Express 2000 ER», mit der er am Montag von Basel-Mülhausen aus startete, hatte er in mehreren Jahren selbst zusammengebaut. Mit dem mit 1.700 Litern Kerosin betankten Flugzeug wollte er die 8.000 Kilometer zu einem Flugmeeting nach Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin in 30 Stunden allein zurücklegen und damit einen weiteren Weltrekord aufstellen. Den Erstflug absolvierte er mit der Maschine am vergangenen 12. Juni. Dies ist der Internetseite der Vereinigung Experimental Aviation of Switzerland (EAS) zu entnehmen, die im Auftrag des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) die technischen Prüfungen bei Selbstbaumaschinen macht.
Vor dem Start in Basel hatte Schmid seine Maschine auf dem Flugfeld noch interessierten Journalisten gezeigt, wie ein Swiss-Sprecher erklärte. Er war verheiratet und hinterlässt eine Frau und zwei Söhne.
(dapd)

























