Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
28. November 2007 23:30; Akt: 28.11.2007 23:10 Print
Aids-Hilfe will Augenmerk mehr auf Migranten richten
Die Aids-Hilfe beider Basel beschreitet neue Wege bei der Prävention. Besonders ausländische Teenager will sie aufklären.
- Was meinen Sie?
-
AIDS
Seit wenigen Wochen sind bei der Aids-Hilfe zwei junge Frauen speziell für Jugendliche mit Migrationshintergrund im Einsatz. Sie suchen die Teenager gezielt an ihren Freitzeitorten auf, um mit ihnen über Sexualität und die damit verbundenen Risiken zu sprechen. «Viele haben punkto Aufklärung ein grosses Defizit», sagt Stefan Moser von der Aids-Hilfe beider Basel. «Dadurch sind sie einer Gefahr ausgesetzt.» Dies kann beispielsweise bei Jugendlichen aus muslimischen Kreisen oder aus afrikanischen Flüchtlingslagern der Fall sein.
Nachfrage nach KurztestsSeit einem halben Jahr bietet die Aids-Hilfe beider Basel auch selbst einen Aidstest an – verbunden mit einem Beratungsgespräch. Das Ganze dauert eine halbe Stunde, am Ende weiss man bereits das Ergebnis des Tests. «Wir führen monatlich rund 75 Gespräche und Tests durch», sagt Stefan Moser von der Aids-Hilfe. Der Test kostet 50 Franken und wird nur nach Voranmeldung durchgeführt.
Auch der Basler Integrationsbeauftragte Thomas Kessler sieht dann eine Gefahr, «wenn wir eine Kombination aus Sex als Tabu und ein Integrationsdefizit haben.» Die Jugendlichen stossen auf eine hoch sexualisierte Gesellschaft. «Da ist die Versuchung für ein kleines Abenteuer gross.» Auch eine schlechte Bildung kann verheerend sein. Kessler: «Bei Afrikanern ist der Aberglaube, dass man Aids durch Sex mit einer Jungfrau heilen kann, noch immer stark verbreitet.»
Jonas Hoskyn

























