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09. August 2008 16:43; Akt: 09.08.2008 16:43 Print

KUBB: Strategiespiel mit HolzklötzenKUBB: Strategiespiel mit Holzklötzen

von Simon Amacher - 75 Teams kämpfen in Basel zum fünften Mal um den Titel der KUBB-Meisterschaft. Dazu brauchts zwei Armeen, ein Schlachtfeld, Strategie und Geschicklichkeit.

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Strategie und Geschicklichkeit führen zum Sieg. (Bild: Simon Amacher)

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Ursprünglich kommt das Spiel aus Schweden. Schon im Mittelalter vergnügten sich dort die Wikinger bei ihren Festen oder nach ihren blutigen Schlachten bei einer Partie KUBB. Grundsätzlich ist es eine Mischung aus Schach und Boule. Das Spiel symbolisiert ein Schlachtfeld, auf dem zwei Armeen, dargestellt durch je fünf Holzklötze pro Team, um den König kämpfen. Von daher kommt auch der Name“ KUBB“, was nichts anderes bedeutet als Holzklotz. Sehr atypisch für die Wikinger ist KUBB ein Geschicklichkeitsspiel bei dem rohe Gewalt oder Kraft nicht im Geringsten hilft.

Im Jahre 2003 brachte der Münchensteiner Benedikt Erbsland dieses Spiel aus seinem Austauschjahr in Schweden mit in die Schweiz. Bald schon konnte er auch seine Kollegen Christian Bürgin und Philip Sale für KUBB das Spiel begeistern. Kurz darauf entschlossen sie sich in Basel ein eigenes KUBB Turnier zu organisieren, um mehr Leute für diesen Sport zu begeistern und um einen Raum zu schaffen, wo sich einmal im Jahr alle Basler KUBB – Infizierten treffen können. Im Jahre 2004 war es dann soweit und die erste Basler KUBB – Meisterschaft wurde Realität. So wurde Basel neben Baden eine der beiden KUBB – Hochburgen der Schweiz.

Bei der ersten Meisterschaft waren es 24 Teams. Doch das Turnier hat über die Jahre einen stetigen Zuwachs verzeichnen können, so dass am beim Wettkampf am Samstag bereits 75 Teams mitspielen. Es wären noch mehr gekommen, davon sind die Veranstalter überzeugt, doch leider haben sie das Turnier erst vor einem Monat ausgeschrieben. Die Stimmung auf dem Gelände in Riehen ist ausgelassen und es erinnert einen mehr an ein gemeinsames Fest, als an ein ehrgeiziges Turnier. Dazu tragen auch die Soundanlage und die Kommentare des Speakers, wie man sie von Skateevents kennt, bei. So ist auch für die Organisatoren klar, dass das Zusammensein und ein „Bierli“ trinken im Vordergrund stehen und das Gewinnen zweitrangig ist.

Doch das eigentlich Reizvolle an KUBB sind die Geschicklichkeit und das Fingerspitzengefühl, das man beim Spiel an den Tag legen muss (siehe Video). Die Vielfalt an verschieden Wurftechniken und Konzentrationsmethoden ist riesig. KUBB vereint Geschicklichkeit und strategisches Denken in einem Spiel, das zudem noch Riesenspass macht. Doch trotz alledem bleibt es ein Spiel für jedermann und auch die Kleinsten sind angefressen mit dabei. Wer weiss, vielleicht wird das mittelalterliche Spiel KUBB das Boccia der Zukunft.