Muttenz

23. Februar 2009 14:10; Akt: 23.02.2009 14:30 Print

Anschlag auf SBB-SchnellzugAnschlag auf SBB-Schnellzug

Eine Schnellzuglok der SBB ist am Sonntagabend in Muttenz BL bei Tempo 120 mit einem Gegenstand beworfen worden. Die Polizei schliesst einen Zusammenhang mit dem Spitzenspiel Basel-Zürich nicht aus - konkrete Hinweise gibt es aber nicht.

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Laut Polizei ereignete sich der Vorfall, als der Zug mit ungefähr 120 Kilometer pro Stunde unter der Grenzacherbrücke in Muttenz hindurch fuhr. Die Brücke verbindet den Bahnhof von Muttenz mit der Kantonsstrasse durch die Hard auf der gegenüberliegenden Seite des Rangierbahnhofs.

Eine noch unbekannte Täterschaft warf einen Gegenstand gegen die Lok des Zuges, sagte ein Sprecher der Baselbieter Polizei am Montag zu Medienberichten. In der Folge barst die Frontscheibe der Lokomotive. Verletzt wurde laut Polizeiangaben niemand. Um welchen Gegenstand es sich handelte, ist bisher noch unbekannt.

Zug konnte nicht mehr weiterfahren

Betroffen war ein sogenannter «Flug-Zug», ein Interregio, der Basel um 18.40 Uhr in Richtung Zürich-Flughafen verlassen hatte. Der Zug hielt nach dem Zwischenfall im nächstfolgenden Bahnhof Pratteln und konnte nicht mehr weiterfahren.

Laut Auskunft der SBB mussten die Passagiere in einen anderen Interregio-Zug nach Zürich umsteigen. Insgesamt 16 Züge hätten Verspätungen erlitten. Die Polizei ermittelt wegen Störung des Eisenbahnverkehrs und Sachbeschädigung.

Kein Hinweis auf Zusammenhang zu Spitzen-Match

«Spekulation» sind laut dem Polizeisprecher Überlegungen über einen allfälligen Zusammenhang zum Fussball-Spitzenspiel FC Basel - FC Zürich vom Sonntagabend im St. Jakobpark-Stadion in Basel. Zwar könne nichts ausgeschlossen werden, doch gebe es auch keine Hinweise in dieser Richtung.

Bei dem Match war es zu einem «kleinen Scharmützel» gekommen, wie das Basler Sicherheitsdepartement am Sonntagabend mitgeteilt hatte: Zürcher Fans hatten einen Extrazug durch eine Notbremsung gestoppt; darauf folgte eine kurze Auseinandersetzung mit Basler Fans, die die Basler Polizei aber rasch aufgelöst habe.

(sda)