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Fan-Rivalität
03. April 2009 15:52; Akt: 05.04.2009 21:11 Print
FCB-«Fans»: Drohung gegen Zürcher Band
von Marius Egger - Fankrieg auf der Bühne: Gegen die Zürcher Band «Schoedo» gingen vor dem heutigen Konzert am Festival «BScene» in Basel massive Drohungen ein. Diese richtet sich explizit gegen die Fanzugehörigkeit der Band. Die bekennenden FCZ-Supporter haben das Konzert nun abgeblasen.
Eigentlich sollte die Zürcher Band «Schoedo» heute die Bühne rocken. Am Clubfestival «BScene09» in Basel sind sie für Mitternacht angekündigt. Doch wenige Stunden vor dem Auftritt hat die Band überraschend abgesagt.
Die Band «Schoedo». (Bild: Marc Kollmuss)
Der Hintergrund der Absage ist pikant: Gegen ein Bandmitglied von «Schoedo» gingen gestern massive Drohungen ein, wie Martin Geisser, Manager von Schoedo, Recherchen von 20 Minuten Online bestätigt.
Straftatbestand erfüllt
Brisant: Der Inhalt der Drohungen richtet sich explizit gegen die Fan-Zugehörigkeit der Zürcher. Denn dass «Schoedo» aus dem Dunstkreis der FCZ-Supporter stammen, ist ein offenes Geheimnis. Und dass die anonymen Anrufer sich als «Basel-Fans» ausgaben, war unschwer zu erkennen. Das Bandmitglied wurde unter anderem aufgefordert, in einem FCB-Trikot aufzutreten. Zudem, teilten die Droher mit, reiche es, wenn die Zürcher an die Fussballspiele nach Basel pilgern. Sie brauchten nicht auch noch auf der Bühne aufzutreten. Auf den genauen Inhalt der Drohungen wollte Geisser nicht eingehen. «Sie erfüllen jedoch den Straftatbestand der Drohung. Wir haben dies juristisch geprüft», sagt der Manager.
Die Band ist schockiert. «Die Drohungen kamen überraschend», sagt Geisser. Das Bandmitglied, das gestern von den Unbekannten telefonisch bedroht wurde, sei nicht in der Verfassung um auf die Bühne zu stehen. «Es geht ihm nahe und er stellt derzeit vieles in Frage», weiss Geisser. «Wir hätten nie gedacht, dass die Fan-Zugehörigkeit plötzlich zu einem solchen Problem für die Band werden könnte», zeigt er sich konsterniert. Obwohl der Veranstalter versicherte, für die Sicherheit zu garantieren, entschied sich die Band heute für die kurzfristige Absage. Geisser: «So macht es keinen Spass.»
Auf eine Strafanzeige will die Band allerdings verzichten. «Wir wollen die Geschichte nicht zusätzlich anheizen. Denn eigentlich geht es uns nur um die Musik.»
Die Veranstalter des Clubfestivals «BScene» bedauern den Vorfall sehr, wie sie auf der Homepage schreiben. Das Konzert wurde ersatzlos gestrichen.

























