Eiseskälte

06. Februar 2012 22:20; Akt: 06.02.2012 22:31 Print

Geschäfte im Glück - Spitäler im StressGeschäfte im Glück - Spitäler im Stress

von Anna Luethi - Die Minusgrade bringen einige Branchen ganz schön ins Schwitzen – die Basler Gewinner und Verlierer der Kältewelle.

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Winterbekleidung läuft in den Geschäften derzeit sehr gut. (JD)

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«Wir kompensieren gerade die ausbleibenden Verkäufe vom warmen Dezember: Winter­bekleidung, Heizöfchen und Wärmekissen laufen sehr gut», sagt Manor-Sprecherin Elle Steinbrecher. Bei Globus sind be­sonders Daunenduvets und Wollplaids gefragt, bei Coop boomen Artikel wie Fondue, Raclette und Streusalz: «Vogel­futter war in den letzten Tagen sogar zeitweise ausverkauft», so Sprecherin Noemi Wannenmacher.

Weniger Freude als der Detailhandel hat das Spital an den frostigen Verhältnissen. «Allein am Wochenende behandelten wir über 20 Sturz­opfer – das führte im OP-Bereich zu Engpässen», sagt Sprecher Andreas Bitterli. Meist mussten Handgelenk-, Ellbogen- oder Sprungbein­brüche versorgt werden. Auch auf den städtischen Gleisen sorgt das Eis für Turbulenzen: «Wir haben stündlich Zwischenfälle, das ist überdurchschnittlich», so BVB-Sprecherin Dagmar Jenny. Die Technik sei kälte­empfindlich – das führe zu blockierten Trambremsen und -türen, aber auch zu nur noch manuell bedienbaren Weichen und kleinen Schienen­brüchen. In den Rheinhäfen und Schleusen zeigen sich erste Eisschichten: «Gefriert es noch mehr, müssen wir das Wasser selbst in Bewegung bringen oder Eisbrecher einsetzen», so Sprecherin Nina Hochstrasser.