Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Basel
07. Oktober 2010 21:36; Akt: 07.10.2010 21:03 Print
Immer mehr Junge ohne Dach über dem Kopf
von Lukas Hausendorf - Rund die Hälfte der Basler Obdachlosen sind unter 30. Der Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter schlägt Alarm und fordert mehr Unterkünfte.

Michel Steiner vom Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter. (Bild: lha)
Unter Basels Obdachlosen gibt es immer mehr Junge. Rund 40 Menschen zwischen 20 und 30 Jahren haben derzeit keinen festen Wohnsitz, wie die Zählungen des Vereins für Gassenarbeit Schwarzer Peter ergaben. Das sind rund die Hälfte aller Basler Obdachlosen – Tendenz steigend. «Viele sind Secondos und stammen aus armen Verhältnissen», sagt Gassenarbeiter Michel Steiner. Das verwundert nicht, ist es doch schon längst sozialwissenschaftlich erhärtet, dass sich Armut vererbt.
Jetzt schlagen die Gassenarbeiter Alarm. «Es braucht eine separate Notschlafstelle für die Jungen», fordert Steiner. «Gassenveteranen sind schlechte Vorbilder. Bei einer Durchmischung ist ein weiterer Abstieg vorprogrammiert», warnt Steiner. Er weiss auch schon, wo die neue Notschlafstelle sein sollte: Im Haus der Gassenküche am Lindenberg, das schon früher als Notunterkunft für Frauen diente. Die Betten sind noch vorhanden. Das Haus gehört derzeit der Caritas und wird eventuell der Christoph-Merian-Stiftung verkauft. Diese könnte sich eine solche Nutzung vorstellen.
Das Basler Sozialdepartement sieht derzeit keinen Handlungsbedarf. «Durch die Viererzimmer lässt sich Rücksicht auf das Alter nehmen», meint Generalsekretärin Brigitte Meyer. Zudem würden nur wenige Junge die Notschlafstelle länger nutzen.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 22 Kommentare





























super schwarzer Peter go on!
wenn der schwarze peter darauf aufmerksam macht, gibt es bestimmt einen guten grund. der schwarze peter hilft den leuten auf der strasse und labert nicht blöd rum. fazit: obdachlosigkeit gibt es und hilfe ist angebracht. peace
Zukunft
In Paris gibt es sogar junge Menschen die obdachlos sind obwohl sie arbeiten. Diese Zustände wird es in der Schweiz in naher Zukunft auch geben.
Armut vererbbar?
Ja, was soll ich davon halten? Bis jetzt war ich der Meinung, dass gewisse Krankheiten vererbbar sind. Ist doch sonderbar! Ich kenne Leute, die sind wirklich in grosser Armut aufgewachsen und haben es durch ihren Willen zu etwas gebracht. Ohne, dass sie irgendwelchen finanziellen Rückhalt und Stützen gehabt hätten!! Chapeau diesen Menschen! Wenn man aber zu faul ist eine Lehre zu beginnen, es gibt bekanntlich genügend davon, hockt man lieber auf der Strasse und versucht, sich irgendwie oder mit Sozialhilfe über Wasser zu halten. Dies scheint viel bequemer & einfacher zu sein als zu arbeiten...