Nach Tod von Kleinkind

16. Februar 2009 21:34; Akt: 16.02.2009 23:25 Print

Kantonsarzt fordert Impf-PflichtKantonsarzt fordert Impf-Pflicht

von Leonie Kaiser - Ein zweijähriges Mädchen aus Rodersdorf starb am Wochenende an Keuchhusten: Nun fordert der Baselbieter Kantonsarzt ein Impf-Obligatorium für Kinderkrankheiten.

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«Wäre das Kind geimpft gewesen, hätte es überlebt», sagt der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr gegenüber Radio Basilisk und fordert nun ein Impf-Obligatorium für Keuchhusten.

Damit liegt Schorr auf der Linie der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK). Diese teilte gestern mit, dass sie im Kampf gegen die Masern einen Impf-Zwang erwäge. Wenn es nach Schorr ginge, würde das Pflicht-Impfen nebst Keuchhusten auch auf die Röteln ausgeweitet: «Diese Krankheiten und ihre Spätfolgen sind alles andere als harmlos.» Wie beim verstorbenen Kleinkind könne Keuchhusten in eine Lungenentzündung münden. «Bei einem von 1000 Kindern kommt es zu bleibenden Hirnschäden», sagt der Kantonsarzt.

Klarer Gegner von Pflicht-Impfungen ist Naturarzt Mario Ghenzi: «Diese Impfungen sind Körperverletzung.» Die Nebenwirkungen – Allergien, Entzündungen oder gar Autismus –, die durch die «Giftstoffe» entstünden, seien zu riskant. Zudem bieten Impfungen laut Ghenzi keinen 100-prozentigen Schutz vor dem Infekt.