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Basel
09. März 2010 23:15; Akt: 09.03.2010 23:23 Print
Wegen Krise: Immer mehr Burnout-Fälle
von Jonas Hoskyn - Seit Beginn der Wirtschaftskrise hat sich die Zahl der Burnout- Patienten vervielfacht. Um aus dem Teufelskreis auszubrechen, brauchen die Betroffenen Hilfe.
«Wir haben sicher zwei- bis dreimal so viele Patienten mit Burnout wie vor der Krise», so Johannes Beck, Oberarzt an den Universitären Immer mehr Burnout- Psychiatrischen Kliniken (UPK). Besonders stark ist die Zunahme von Betroffenen aus der Wirtschaft. «Leute aus dem mittleren Management – oft schon seit Jahren im Beruf – merken jetzt, dass die Luft dünn wird», so Beck. Also kommen sie trotz Krankheit ins Büro, Ferien und Hobbys werden zurückgestellt – ein Teufelskreis.
Müde, gestresst: Burnout. (Colourbox)
Auch Marco S.* wollte sich sein Burnout am Anfang nicht eingestehen. Der 24-Jährige arbeitete bis vor kurzem im Finanzsektor. Ein halbes Jahr lang versuchte er sich durchzuschleppen. «Ich hatte Schlafstörungen und war ständig müde. Nicht einmal am Wochenende konnte ich abschalten», so S. «Als ich mit dem Problem zu meinem Chef ging, kam die Antwort: ‹Wir sind abends alle müde.›»
Mittlerweile hat S. die Notbremse gezogen und sich beruflich neu orientiert. Nun baut er, unterstützt vom Zentrum Selbsthilfe, eine Burnout-Gruppe auf. Und auch an den UPK forscht man nach neuen Behandlungsmethoden. «Wir führen gerade eine Studie durch, wie sich Sport auf Burnouts auswirkt.» so Beck. Denn das Training baut die Stresshormone ab. «Die ersten Zwischenresultate sind sensationell.»
*Name Geändert
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Alle 5 Kommentare




























Gier und Selbstüberschätzung
Alle zwei Jahre nehme Ich mir eine Auszeit von etwa 1 Monat, auf eigene Kosten. Es ist unfair, dass Leute die sich selbst überschätzen, die Kosten und Verantwortung auf die Allgemeinheit abwälzen.
@Stephan
Als Burn-Out Betroffene hinterlässt Dein Beitrag bei mir Hühnerhaut der anderen Art. Nicht belastbar? Ich habe während meiner ganzen Studienzeit 80% gearbeitet und extrem viel Überzeit geschoben. Vor zwei Monaten bin ich komplett zusammen gebrochen und erhole mich nur langsam. Stephan, darfst gerne mit mir tauschen! Immer mehr, mehr und noch mehr wollen die Arbeitsgeber. Die sind nie zufrieden und nicht die Arbeitsgeber. Wäre froh, wenn Du durch Deine liberal-rosa Brille etwas mehr Sozialdenken einfliessen lassen würdest!
Die bösen Chefs der KMU
->Die Multis und auch viele KMU´s pressen die Mitarbeiter aus wie Zitronen... Natürlich die bösen Chefs, was ist aber mit den Betriebsinhabern, welche meist an 7 Tagen in der Woche und das während 18 Stunden am Tag, ohne Ferien, Leistung erbringen müssen um die hohen Löhne der Mitarbeiter zahlen zu können. Wirklich traurig, dass nur immer eine Seite beleuchet wird. Es ist eine Tatsache, dass die Lohnhöhe und die Leistung Hand in Hand gehen - wie wär's mal mit weniger verdienen, soviel zB wie viele Eigenständige Unternehmer die weniger verdienen aber mehr arbeien als Ihre eigenen Mitarbeiter