Roche-Turm

26. November 2008 23:21; Akt: 27.11.2008 09:26 Print

Zürcher kritisiert Herzog & de Meuron scharfZürcher kritisiert Herzog & de Meuron scharf

von Adrian Jäggi - Ein Zürcher Bauexperte ist «froh», dass der Roche-Turm nicht gebaut wird. Das Projekt sei städtebaulich nicht haltbar und plump. Die Basler Star-Architekten schlagen zurück.

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Das neue Projekt des Roche-Turms zu Basel (175 Meter) Gescheitertes Projekt: Roche-Turm (154 Meter), Basel. Die Badeanlage soll auf dem Areal südlich der Weilstrasse auf dem heutigen Parkplatz und dem angrenzenden Grundstück zu stehen kommen. Die Kosten werden auf zwischen 6,7 und 7,5 Millionen Franken geschätzt. Nach dem Abbruch der Riehener Badi wegen der Zollfreistrasse plant die Gemeinde ein Naturbad. Die Architekten Herzog & de Meuron erarbeiteten eine Nutzungsstudie. Der Riehener Gemeinderat ist vom Vorschlag begeistert. 2012 Projekt Messezentrum Basel 2009 Projekt Elbphilharmonie, Hamburg 2008 1111 Lincoln Road, Miami Beach, Florida, USA Ausgezeichnetes Werk: Jacques Herzog und Pierre de Meuron durften am 23. Oktober 2007 in Tokio den internationalen Praemium Imperiale Preis des japanischen Kaiserhauses aus den Händen von Prinz Hitachi entgegennehmen. 2007 - 2009 Vitra Haus, Weil am Rhein 2007 Projekt Stadion Portsmouth FC 2007 Hotel Astoria Luzern 2007 40 Bond Street New York City 2006 Projekt Gazprom 300 Meter Turm in St. Petersburg 2006 - 2007 Plaza de Espana, Santa Cruz de Tenerife 2006 Projekt Erweiterungsbau zur Tate Modern Gallery, London 2005 Walker Art Center expansion, Minneapolis, Minnesota, USA 2005 M. H. de Young Memorial Museum, San Francisco 2004 - 2008 Olympiastadion Beijing 2004 Forum, Barcelona 2003 Schaulager, Münchenstein 2003 Projekt Schatzalp Turm 2003 Laban Dance Centre, London 2002 - 2005 Allianz Arena, München 2001 - 2005 CaixaForum, Madrid 2001 - 2003 Prada Aoyama Epicenter, Tokio 2001 St Jakob-Park, Basel 1997 - 1999 Geschaftshaus Ricola, Laufen 2000 Industriegebäude Ricola AG, Laufen 1999 - 2003 Erweiterungsbau des Kunsthaus Aarau 1998 - 2004 Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum IKMZ an der BTU, Cottbus 1995 - 1999 Erweiterung der Tate Gallery of Modern Art, London 1995 - 1997 Dominus Weingut im Napa Valley, Yountville, Kalifornien, USA 1995 - 1997 Apotheke des Universitätsspitals, Basel 1994 - 1998 Zentrales Stellwerk der SBB, Basel 1993 - 1996 Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde

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Martin Hofer von Wüest & Partner hat sich gestern in einem Interview des «Tages-Anzeigers» zum Turm geäus­sert – und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. «Ich finde, Herzog & de Meuron haben ein schlechtes Projekt entworfen. Es ist städtebaulich unhaltbar, überdimensioniert und unproportioniert, ein plumper Eingriff ins Stadtbild», sagt Hofer. Das Hochhaus wirke als «Fremdkörper», so der Master of Arts ETH und Experte für Immobilienentwicklungen und -bewertungen weiter. Hofers Bilanz: «Herzog & de Meuron haben ihre Aufgabe nicht erfüllt.»

Gegenüber 20 Minuten nimmt Architekt Jacques Herzog Stellung: «Das Vorgehen dieses Herrn ist seltsam und höchst unprofessionell. Will er sich selbst wichtig machen?», fragt Herzog. «Jedenfalls war er nie ins Projekt involviert und hat darum überhaupt keine Kenntnis davon. Man kann auch sagen, er hat schlicht und einfach keine Ahnung», so Herzog weiter.

Hofer kenne er nicht persönlich. Laut Herzog sei ­Hofer auch schon in ihren Büros gewesen – nicht aber in Zusammenhang mit dem Roche-Turm. Für Herzog zielt Hofers Vorgehen in die falsche Richtung.