Berner Stapi-Wahlen

23. September 2008 10:43; Akt: 23.09.2008 11:13 Print

«Ich mache nicht die Faust im Sack»«Ich mache nicht die Faust im Sack»

Früher prügelte er sich in Bars, heute will er den Berner Stadtpräsidenten aus dem Amt jagen. Jimy Hofer, Berner Rocker-Legende und Stadtoriginal, schlägt im Videointerview harte Töne an.

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Mit Vollgas ins Stadtpräsidium: Bronco-Legende Jimy Hofer (Video: Mathieu Gilliand/Interview: Adrian Müller) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Von der Bronco-Bar auf den Stadtpräsidenten-Sessel: Die Legende der Broncos (Berner Pendant zu den Hells Angels) kandidiert fürs Berner Stadtpräsidium. Alles bloss ein Werbegag? «Die Idee kam nicht von mir», gibt Hofer zu. Er will auch kein Politiker sein: «Wählt keine Politiker - wählt das Original», lautet sein Wahlkampfslogan. «Den haben sich die Werber ausgedacht», erklärt Hofer.

Jimy Hofer ist seit 35 Jahren Mitglied des berüchtigten Bronco-Motorradklubs. Die Rocker-Gang fuhr früher hartes Geschütz auf: «Gopfertami, wenn wir hier nicht rein dürfen, dann gibts paar um die Ohren, fertig Schluss!», tönte es in den 1970er-Jahren. Die Broncos erkämpften sich ihre Freiräume. Für viele Berner ist Hofer ein sympathischer «Outlaw». Richtig ernst nimmt seine Kandidatur niemand - er hat keine Wahlchancen.

Trotzdem zieht er die Leute in seinen Bann: Hofer ist eine lebende Legende, Lebemann, Musiker und Bronco zugleich. Daneben betätigt er sich als Schriftsteller, er hat bereits zwei Werke publiziert. Trotzdem erzählt er stolz: «Ich lese keine Bücher, ich bin lieber auf der produktiven Seite.»