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Deckeneinsturz im Bernaqua
12. April 2011 22:35; Akt: 13.04.2011 12:33 Print
«In den Trümmern schrie ein Mann»
Devad Hrapic hat den Schock seines Lebens erlebt. Als die Decke im Berner Erlebnisbad einstürzte, stand seine Tochter Leila einen Meter daneben. Den Mann in den Trümmern konnte er trotzdem noch bergen.
Es sollte ein fröhlicher Abend werden im Berner Erlebnisbad Bernaqua. Doch dann erlebte der 34-jährige Familienvater Devad Hrapic einen Schock, den er so schnell nicht vergessen wird. «Eine Minute, bevor das Unglück passierte, stand ich mit meinen beiden Töchtern genau an der Stelle, wo die Decke herunterstürzte», sagt Hrapic zu 20 Minuten Online.
Glücklich vereint: Devad Hrapic mit seinen Töchtern Inesa (hinten) und Leila. (Bild: zvg)
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Die schlimmsten Einstürze in der Schweiz
Deckeneinsturz Berner Erlebnisbad bleibt nach Unfall zu - Untersuchungen laufen
Nach dem Deckeneinsturz im Erlebnisbad Bernaqua im Westen von Bern suchen Fachleute nach der Unfallursache. Die Verantwortlichen warnten vor voreiligen Schlüssen.
Das Erlebnisbad gehört zum Einkaufs- und Freizeitzentrum Westside. Deren Sprecherin Andrea Grepper betonte, Westside und Bernaqua entsprächen «den modernsten Bauvorschriften» und seien vor der Eröffnung im Oktober 2008 auch von der Gebäudeversicherung abgenommen worden.
«Wir müssen nun abwarten, was die Untersuchungen ergeben», sagte Grepper am Mittwoch im Regionaljournal Bern von Radio DRS. Das von US-Stararchitekt Daniel Libeskind erbaute Westside war schon kurz nach der Eröffnung in die Schlagzeilen geraten, als sich in einem Fastfood-Lokal Deckenplatten lösten und zwei Kinder verletzten.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich rund 1000 Besucher im Komplex mit Bad, Spa, Sauna und Fitnesscenter. Sie wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Das Erlebnisbad bleibt vorläufig geschlossen. Über die Wiedereröffnung entscheiden die Polizei und das Regierungsstatthalteramt. Am Mittwoch bereits wieder geöffnet wurden der Fitness- und der Wellness-Bereich von Bernaqua.
Mit seiner 11-jährigen Tochter Inesa entfernte er sich für einen kurzen Moment von dem Ort und lief die Treppe hoch. Die 7-jährige Leila wartete an der Stelle. «Plötzlich hörte ich einen lauten Knall», erinnert sich der Familienvater. «Ich rannte sofort die Treppe hinunter und suchte meine Tochter Leila. Sie stand einen Meter neben den Trümmern und weinte laut.» Sofort brachte Hrapic seine Tochter in Sicherheit. «Doch in den Trümmern hörte ich einen Mann schreien.» Hrapic eilte sofort zum Unglücksort zurück. Mit einem anderen Badegast begannen sie, den Mann aus den Trümmern zu bergen. «Wir zerschlugen die Deckenelemente und befreiten den Mann. Er blutete am ganzen Körper, vor allem am Kopf war alles offen», so der 34-Jährige weiter. Die beiden Helfer setzten den Verletzten auf einen Stuhl und verarzteten ihn notdürftig mit einem Badetuch der Tochter.
Kurz darauf trafen Rettungskräfte ein und brachten den Verletzten ins Spital. Devad Hrapic ist glücklich, dass seinen Kindern nichts passiert ist. «Es ist ein Wunder, ist nicht mehr passiert», sagt der erleichterte Familienvater.
(meg/nj)



























