02. Mai 2007 12:09; Akt: 02.05.2007 12:53 Print

Tod per E-Mail: «Drohst Du!»Tod per E-Mail: «Drohst Du!»

Verschiedene Personen in der Schweiz haben eine E-Mail mit Todesdrohungen erhalten. Das fehlerhafte Schreiben dürfte vor allem Germanisten um den Verstand bringen.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

«Bitte umbuchen Sie 659 CHF an dem Bankkonto Nr. 91-251252-0, in einem
Frist von 3 Tagen. Wenn Sie verweigern, das zu tun, wird einer Ihrer naher
Verwandter eine grässlicher Tot empfinden», las ein Appenzeller Firmeninhaber heute morgen beim Prüfen seiner E-Mails schockiert.

Auch bei der Stadtpolizei Bern haben sich seit Dienstagabend rund 15 Personen gemeldet, die dieselbe E-Mail mit einer Todesdrohung erhalten haben. «Unterschlagen Sie dieses E-Mail nach der Bezahlung, anders wird Ihrer Computer zerstören werden», wird den PC-Besitzern in mangelhaftem Deutsch gedroht.

Polizei: «Ein schlechter Scherz»

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Momentan sehe es so aus, dass «wahllos» Leute diese E-Mail erhalten haben. Es handelt sich nicht um eine bestimmte Personengruppe. Drohungen sind juristisch gesehen Antragsdelikte. Deshalb wurden zunächst weitere Empfänger gebeten, sich bei ihrer kantonalen Polizeisttelle zu melden.

Nachdem die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität Kobik alle involvierten Stellen informiert und «alle nötigen Schritte» eingeleitet hat, gaben die Polizeistellen Entwarnung: Das Mail werde über einen Server im Ausland versandt. Der Versand erfolge automatisiert und zufallsgesteuert. Der Inhalt sei «nicht mehr als ein schlechter Scherz». Das E-Mail soll nicht an die Polizei weitergeleitet werden, sondern kann sofort gelöscht werden.

Das E-Mail im Wortlaut

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bitte umbuchen Sie 659 CHF an dem Bankkonto Nr. 91-251252-0, in einem
Frist von 3 Tagen. Wenn Sie verweigern, das zu tun, wird einer Ihrer naher
Verwandter eine grässlicher Tot empfinden.

Festlegen Sie ihrer E-Mail bei die Umbuchung damit wir wissen, dass Sie
bezahlen haben.

Unterschlagen Sie dieses E-Mail nach der Bezahlung, anders wird Ihrer
Computer zerstören werden.

Sie müssen nur einmal bezahlen, wenn sie dieses E-Mail vielmal bekommen
haben, müssen Sie sie unterschlagen.

Sie dürfen überhaupt nicht der Betreff oder der Inhalt dieses E-Mails
mitteilen.

Beachten Sie unsere Anordnungen und zwingen uns gar nicht, unsere
Bedrohungen zur Ausführung zu bringen.

Mit freundlichen Grüssen,
Freischütz

(sda)