Pressekonferenz

04. Januar 2010 16:45; Akt: 04.01.2010 17:44 Print

Vermisste liegen immer noch im LawinenkegelVermisste liegen immer noch im Lawinenkegel

Schlechte Witterungsverhältnisse haben heute die Suche nach den drei Vermissten verunmöglicht. Die Helfer haben am frühen Abend über den aktuellen Stand der Rettungsarbeiten informiert. Ein Toter konnte noch nicht identifiziert werden.

Bildstrecke im Grossformat »
Zwei Tage nach den Lawinenniedergängen im Diemtigtal konnten Helfer die drei noch vermissten Opfer des Lawinendramas im Diemtigtal bergen. Damit forderten die beiden Lawinen vom 3. Januar 2009 sieben Todesopfer. Rund 70 Helfer hatten zwei Tage nachden Niedergängen die Suche wieder aufgenommen. Unter den Helfern waren auch Angehörige Armee, hier unterwegs zur Unglücksstelle. Die Rega war wiederum an der Bergungsaktion beteiligt. Gegen Mittag des 5. Januars wurden die drei Vermissten tot geborgen. Das Bild zeigt die Rettungskräfte unterhalb des Lawinenkegels. Am oberen Bildrand sind die Löcher erkennbar, aus denen die Opfer geborgen wurden. Möglich geworden war die Suche, nachdem sich die Wetterbedingungen verbessert hatten und einen Rekognostizierungflug mit dem Helikopter zuliessen. Webcam-Aufnahme von der Grimmialp. Am Sonntag, dem 3. Januar, verschüttete eine Lawine verschüttete mehrere Tourengänger. Die zu Hilfe geeilten Retter wurden darauf von einer zweiten Lawine erfasst. Im Bild die Suchaktion nach dem zweiten Niedergang. Im Grosseinsatz nach dem zweiten Lawinenniedergang beteiligten sich rund hundert Helfer, ein Dutzend Lawinenhunde sowie acht Helikopter. Die Rettungskräfte bergen am Sonntagnachmittag ein Opfer. Am Sonntag gegen 18 Uhr mussten die Rettungskräfte die Suche einstellen, weil es dunkel wurde und die Wetterverhältnisse sich verschlechterten. Das Lawinendrama forderte sieben Todesopfer, darunter auch der Rega-Arzt, der den ersten Verschütteten zu Hilfe kam. Im Bild das Diemtigtal am Tag nach dem Lawinenunglück. Anfangs war nicht klar, ob die Lawine noch weitere Personen verschüttet hatte, die noch nicht geborgen werden konnten. Die Suche nach den drei Vermissten konnte am Tag nach den Lawinenniedergängen nicht fortgesetzt werden. Das Wetter liess keinen Helikopterflug zu. Ein Versuch, mit einem Helikopter zum Lawinenkegel zu fliegen, mussten die Retter abbrechen, kurz bevor sie die Unglücksstelle erreichten.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Das schlechte Wetter verunmöglichte am Montag die Rettungsarbeiten auf dem Lawinenkegel im hinteren Diemtigtal. Der einzige mögliche Heliflug zur Unfallstelle musste wegen dicken Nebelschwaden kurz vor dem Erreichen des Lawinenkegels abgebrochen werden. Die Helfer kämpfen aber weiter: Am Dienstagmorgen wollen sie das Gelände mit Lawinensprengungen sichern. Für diese Flüge sind aber gute Sichtbedingungen nötig. Wenn es das Wetter zulässt, wollen die Retter dann im gesicherten Hang mit technischen Geräten und Sondierstangen weiter nach den drei Verschütteten suchen. Die Verantwortlichen konnten an der Pressekonferenz nicht erklären, ob das Lawinensuchgerät der Verschütteten am Unfallzeitpunkt auf «senden» oder «empfangen» gestellt war.

Ein Toter noch nicht identifiziert

Nach den heutigen Erkenntnissen wurden total 12 Personen verschüttet. Drei davon waren Angehörige des Skitourenclubs Rubigen. Weiter traf es den Rega-Arzt und acht aus der ersten Gruppe der Retter. Drei von diesen werden noch immer vermisst.

Unter den Toten befinden sich zwei Schweizer und ein Deutscher. Eine Person ist noch immer nicht identifiziert. Verletzt wurden drei Deutsche und eine Kanadierin.

(am)