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Pressekonferenz
04. Januar 2010 16:45; Akt: 04.01.2010 17:44 Print
Vermisste liegen immer noch im Lawinenkegel
Schlechte Witterungsverhältnisse haben heute die Suche nach den drei Vermissten verunmöglicht. Die Helfer haben am frühen Abend über den aktuellen Stand der Rettungsarbeiten informiert. Ein Toter konnte noch nicht identifiziert werden.
Das schlechte Wetter verunmöglichte am Montag die Rettungsarbeiten auf dem Lawinenkegel im hinteren Diemtigtal. Der einzige mögliche Heliflug zur Unfallstelle musste wegen dicken Nebelschwaden kurz vor dem Erreichen des Lawinenkegels abgebrochen werden. Die Helfer kämpfen aber weiter: Am Dienstagmorgen wollen sie das Gelände mit Lawinensprengungen sichern. Für diese Flüge sind aber gute Sichtbedingungen nötig. Wenn es das Wetter zulässt, wollen die Retter dann im gesicherten Hang mit technischen Geräten und Sondierstangen weiter nach den drei Verschütteten suchen. Die Verantwortlichen konnten an der Pressekonferenz nicht erklären, ob das Lawinensuchgerät der Verschütteten am Unfallzeitpunkt auf «senden» oder «empfangen» gestellt war.
Vier Menschen, darunter ein Rega-Arzt, verloren eim Lawinenunglück ihr Leben(Bild: SF)
Bisher sieben Tote bei Rega-Einsätzen
Mit jüngsten Opfer ist die Zahl der bei Einsätzen verstorbenen Rettern der Rega auf sieben gestiegen. Der letzte tödliche Unfall vor dem Unglück im Berner Oberland liegt zwölf Jahre zurück, wie es am Montag auf Anfrage der AP bei der Rega hiess.
Mitte Juli 1998 starb ein 41-jähriger Helikopterpilot während einer Rettungsaktion in einem Steinbruch in der Tessiner Region Lodrino, weil er mit einem privaten Holzerseil kollidiert war. Ein Arzt und eine Patientin starben am 31. Juli 1997 bei einem Einsatz in Leysin im Kanton Waadt, als das Seil einer Rettungswinde riss. Die Rega durfte daraufhin erst nach über einem Jahr wieder mit Seilwinden retten
Wegen medizinischer Probleme des Piloten stürzte im Februar 1992 ein Helikopter bei Buonas im Kanton Zug in den Zugersee, wie Rega-Sprecherin Ariane Güngerich auf Anfrage sagte. Der Pilot kam dabei ums Leben. Da es sich beim Unglückshelikopter um einen neu angeschafften Agusta A-109-K2 gehandelt hatte, kamen die bereits damals vorhandenen fünf Maschinen des selben Typs kurzzeitig nicht mehr zum Einsatz.
Am 29. Juni 1985 starb ein 35-jähriger Heli-Linth-Pilot mit einem von der Rega zur Verfügung gestellten Helikopter bei einem Absturz auf dem Glärnischfirn im Kanton Glarus. Der 35-Jährige wollte vier Teilnehmer einer Rettungsübung nach einer Wetterverschlechterung evakuieren. Der erste tödlichen Unfall der im Jahr 1952 gegründeten Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) geht auf den 6. August 1968 zurück. Bei einer Rettungsaktion im Urbachtal im Berner Oberland stürzte damals ein Wildhüter, der sich zur Mithilfe anerboten hatte, aus rund 30 Metern Höhe vom Tellersitz des Knotentaus zu Tode. (ap)
Ein Toter noch nicht identifiziert
Nach den heutigen Erkenntnissen wurden total 12 Personen verschüttet. Drei davon waren Angehörige des Skitourenclubs Rubigen. Weiter traf es den Rega-Arzt und acht aus der ersten Gruppe der Retter. Drei von diesen werden noch immer vermisst.
Unter den Toten befinden sich zwei Schweizer und ein Deutscher. Eine Person ist noch immer nicht identifiziert. Verletzt wurden drei Deutsche und eine Kanadierin.
(am)


























