«Ich habe momentan mehrere Kakerlaken-Einsätze pro Woche», so der Berner Kammerjäger Michael Allemann. Eigentlich leben die grossen Schaben im Berner Untergrund. Doch die Erschütterungen auf den zahlreichen Grossbaustellen der Stadt treiben die Insekten zurzeit bis in die obersten Etagen.
Und die bis zu drei Zentimeter langen Ekeltiere sind nicht harmlos: «Kakerlaken können Krankheitserreger auf sich tragen und diese beim nächtlichen Krabbeln auf Esswaren und in der Küche verteilen», so Allemann. Dokumentiert wurden unter anderem schon die Übertragung von Tuberkulose und Kinderlähmung. Machen sich in einer Wohnung Kakerlaken breit, sollte deshalb ein Kammerjäger ans Werk.
Das Problem mit den Riesenschaben kennt man auch beim Berner Mietamt: «Wir erhalten deswegen immer wieder Anrufe», so eine Mitarbeiterin.
Nina Jecker
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