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Bahnhof Thun
15. Oktober 2009 12:44; Akt: 15.10.2009 14:20 Print
Lebensmüder Schwan löst Securitas-Einsatz aus
Ein Schwan suchte sich gestern einen äusserst ungünstigen Schlafplatz aus. Das Federvieh legte sich im Bahnhof Thun zwischen zwei Bahnschienen. Nur mit grösster Mühe konnten angerückte Einsatzkräfte das Tier einfangen.
Leser-Reporterin Tatiana Zabawski wartete am Mittwochabend am Bahnhof Thun auf ihren Zug nach Bern. Plötzlich erblickte sie einen Schwan, der es sich zwischen zwei Bahnschienen gemütlich macht. Dabei sollte genau um diese Zeit ein Güterzug vorbeifahren. Dem Schwan war dies aber egal: «Das Tier streckte sich bloss ein bisschen, machte aber sonst keine Bewegungen. Ich dachte, der Schwan ist verletzt», schildert Zabawski.
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Schwan landet im Thunersee
Jeden Moment hätte ein Zug über den Riesenvogel fahren können. Zabawski wollte dies unbedingt verhindern. Sie alarmierte einen Securitas-Angestellten, der sich umgehend zum «Tatort» begab. Dort versuchte bereits ein SBB-Reinigungsarbeiter, den Schwan von den Geleisen zu verscheuchen. «Die Männer sind ohne zu zögern auf das Bahngeleise hinabgestiegen.» Sie begaben sich damit selbst in Gefahr. Viele Schaulustige verfolgten die Szene und schossen Fotos, so die Leser-Reporterin.
Sie konnten ein amüsantes Schauspiel beobachten: Das Tier wollte, koste was es wolle, nicht von den Geleisen verschwinden Schliesslich fasste sich der Reinigungsarbeiter ein Herz und fing das Federvieh mit blossen Händen. Laut der Leser-Reporterin brachte er den verwirrten Schwan zur nahe gelegenen Schifflände und setzte ihn im Thunersee aus. Ob er sich einen anderen Bahnhof für ein Nickerchen gesucht hat, ist nicht bekannt.
(am)

























