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Teenie-Prostitution
26. Januar 2010 23:09; Akt: 27.01.2010 00:40 Print
Kanton Bern soll Schutzalter einführen
von Patrick Marbach - Bern als Paradies für Teenie-Freier? Damit es nicht so weit kommt, verlangen Politiker und Fachleute ein höheres Prostitutions-Schutzalter.
Kanton nimmt sich der Problematik Prostitutions-Schutzalter an. (www.colourbox)
«Es ist absurd: Wir verbieten den Jugendlichen zwar Alkohol und Tabak, lassen es aber zu, dass sie sich prostituieren», ärgert sich EVP-Grossrat Daniel Steiner-Brütsch. Während Minderjährige in fast allen europäischen Ländern vor Prostitution geschützt werden, können sie hier schon ab 16 Jahren Sexarbeiter oder Pornodarsteller werden. Wie viele es im ganzen Kanton sind, ist nicht bekannt. Die Behörden können nur intervenieren, wenn die Teenies gezwungen werden oder sich illegal hier aufhalten. Die Fremdenpolizei der Stadt Bern hat 2009 vier Sexarbeiterinnen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren aufgegriffen – die meisten aus Ungarn.
In der gestrigen Ratssitzung antwortete Polizeidirektor Hans-Jürg Käser auf eine Anfrage von Steiner-Brütsch: Er sei daran, ein Prostitutionsgesetz zu erarbeiten. In diesem Rahmen werde auch die Erhöhung des Schutzalters geprüft. «Gut, dass sich der Kanton dieser Problematik annimmt», reagiert Ronja Tschümperlin von der Stiftung Kinderschutz. «Es gibt keinen Grund, das Schutzalter nicht innerhalb kürzester Zeit auf 18 Jahre anzuheben.» Der Kanton Genf hat diesen Schritt bereits gemacht.



























